20. März 2012, 16:27 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Oberbürgermeister Frank Baranowski fordert Bund und Länder auf, die Pläne für eine Transfergesellschaft für die rund 12.000 Mitarbeiter der Schlecker Filialen schnell zum Abschluss zu bringen. Am Montagnachmittag hatten die Vertreter der 16 Bundesländer die Entscheidung auf Donnerstag vertagt.
Frank Baranowski: „Es ist auf jeden Fall sinnvoller, über einen begrenzten Zeitraum Transfergesellschaften zu finanzieren, als möglicherweise langjährige Arbeitslosigkeit mit Steuergeldern zu bezahlen.“ Gleichzeitig will OB Frank Baranowski den Bund nicht aus seiner Pflicht entlassen: „Ein Lösung, die Bund und Land zahlen, ist angesichts der hohen Zahl der Betroffenen die richtige Lösung.“
In Gelsenkirchen stehen nach Medienberichten 83 von 120 Mitarbeitern auf der Kündigungsliste des Unternehmens. Bis zum Ende der Woche sollen zwölf der 22 Filialen in Gelsenkirchen schließen.
Im Fall der 12.000 Schlecker-Beschäftigten sieht der Oberbürgermeister die für eine Transfergesellschaft notwendigen Steuergelder als gut eingesetzte Investition. So wird den Beschäftigten die Zeit gewährt, die sie benötigen, um neue Arbeitsplätze zu finden oder um sich durch Weiterbildung für andere Berufe zu qualifizieren.
Frank Baranowski: „Wir dürfen hier keinen Unterscheid machen zwischen Unternehmen, die die Arbeitsplätze an einem Standort haben und Unternehmen, die ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weit verzweigt beschäftigen. Es geht aber auch darum, so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten.“
Vor dem Hintergrund der großen Unsicherheit für die Betroffenen drängt OB Frank Baranowski auf eine schnelle Entscheidung. Wir dürfen die Schlecker-Beschäftigten nicht länger auf die Ergebnisse warten lassen!“