07. September 2026, 14:42 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
GE. 2020 erstrahlten die ersten LED-Leuchten des „Blauen Bandes“ entlang der Schalker Meile, jetzt ist die Lichtinstallation an der Kurt-Schumacher-Straße in einem letzten Abschnitt von der Uferstraße bis zur Arena auf Schalke fertig gestellt worden. Am vergangenen Freitag, 4. September, wurde der Abschnitt auf dem Dach der Gelsenwasser AG feierlich eröffnet.
„Heute lösen wir ein Versprechen ein, das das NRW-Heimatministerium, die Stiftung Schalker Markt und wir, die Stadt Gelsenkirchen, im Dezember letzten Jahres gegeben haben“, sagte Oberbürgermeisterin Andrea Henze anlässlich der Einweihung am Tag vor dem ersten Heimspiel von Schalke 04. „Wenn Schalke 04 aufsteigt, verlängern wir das Blaue Band bis zur Arena. Schalke hat geliefert und im Mai den Aufstieg perfekt gemacht. Und auch wir haben Wort gehalten!“
Henzes Dank galt auch der NRW-Heimat- und Städtebauministerin Ina Scharrenbach, die es sich mit einem Förderbescheid im Gepäck nicht nehmen ließ, persönlich zur Einweihung zu kommen: „Das Blaue Band verbindet die historischen Wurzeln des FC Schalke 04 mit seiner heutigen Heimat und macht gleichzeitig sichtbar, dass sich in Schalke und Schalke-Nord etwas bewegt.“
Der Förderbescheid in Höhe von 1,4 Mio. Euro trägt zum Aufstieg des gesamten Quartiers bei. Er umfasst neben Mitteln für das Blaue Band noch weitere Maßnahmen im Programmgebiet Schalke-Nord, wie u.a. Machbarkeitsstudien für die geplanten Projekte Haus der Vereine und St. Joseph Kirche, Planungskosten für die Umgestaltung von Unterführungen an der Kurt-Schumacher-Straße, Uechtingstraße und Berliner Brücke oder die Erneuerung von Spiel- und Sportflächen.
Blaues Band als Sinnbild für die Identität Gelsenkirchens
Initiator des Blauen Bandes ist die Stiftung Schalker Markt, die mit ihrem unermüdlichen Engagement für das Projekt erheblich zu dessen Erfolg beigetragen hat. Stiftungsvorstand Olivier Kruschinski: „Das Blaue Band führt von den Wurzeln unseres Vereins auf der Schalker Meile bis zu seiner heutigen Heimat an der Arena. Dass diese Verbindung jetzt tatsächlich durchgängig in königsblauem Licht sichtbar wird, ist für uns etwas ganz Besonderes. Gleichzeitig zeigt das Projekt, was möglich ist, wenn Stadt, Land, Verein, Stiftung und viele engagierte Menschen gemeinsam an einer Idee arbeiten.“
Mit dem Ausbau des Blauen Bandes bis zur Arena verläuft nun eine fünf Kilometer lange, durchgehende königsblaue Lichtachse vom Musiktheater im Revier über die Kirche St. Joseph, den Schalker Markt, die Kampfbahn Glückauf bis zur Arena. Mehr als 300 moderne LED-Leuchten markieren den gesamten Weg und setzen ein sichtbares Zeichen für die Identität Gelsenkirchens.
Das Blaue Band beleuchtet Gelsenkirchens Schlagader, die Kurt-Schumacher-Straße, die den Stadtsüden mit dem Stadtnorden verbindet. Die beiden Rathäuser der Stadt markieren ihren Anfang und ihr Ende, dazwischen liegen mit dem Musiktheater, der Glückauf Kampfbahn und der Arena wichtige Landmarken der Stadt. Wie keine andere steht die Straße für die Tradition der Stadt und mit dem ambitionierten Stadterneuerungsprojekt Schalke-Nord ebenso für ihre Zukunft. Und nicht zuletzt steht sie für ihre Liebe zum Fußball. „Unser Verein ist im Stadtteil Schalke entstanden – geschaffen von den Menschen, die dort gelebt und gearbeitet haben. In Schalke liegen unsere Wurzeln. Heute ist das Berger Feld unsere sportliche Heimat. Dass das Blaue Band künftig genau diese beiden Orte miteinander verbindet, hat für uns deshalb eine starke symbolische Bedeutung“, so Matthias Tillmann, Vorstandsvorsitzender des FC Gelsenkirchen-Schalke 04 e.V. „Es macht sichtbar, wo wir herkommen und wo wir heute zu Hause sind. Und es zeigt, was unverändert gilt: Schalke 04 und Gelsenkirchen gehören untrennbar zusammen.“
Das Blaue Band wird durch Fördermittel sowie Lampenpatenschaften finanziert. Für die letzten 40 Leuchten fehlten bislang noch Unterstützer – diese Finanzierung übernahmen die vier Unternehmen AGG, Erenja, GELSEN-NET und Gelsenwasser. Die technische Umsetzung liegt bei der Emscher Lippe Energie GmbH ELE.
In die Finanzierung des Projektes (Gesamtkosten knapp 170.000 Euro) flossen Landes- und Bundesmittel, die Stadt Gelsenkirchen und die Stiftung haben einen Eigenanteil von insgesamt 72.000 Euro übernommen.