01. September 2026, 12:46 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
GE. Ein Ort mit einer wechselvollen Geschichte: Die Volkshochschule Gelsenkirchen lädt zu einer Exkursion zum Internationalen Platz Vogelsang im Nationalpark Eifel ein. Die ehemalige NS-„Ordensburg“ ist heute ein Ort der historisch-politischen Bildung und steht für Toleranz, Vielfalt und demokratisches Miteinander.
Im Mittelpunkt der Exkursion steht die Auseinandersetzung mit der Geschichte Vogelsangs. In den 1930er-Jahren wurde die Anlage als Schulungsstätte für den Führungsnachwuchs der NSDAP errichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gelände zunächst von britischen und anschließend von belgischen Truppen militärisch genutzt. Seit 2006 ist Vogelsang als „Internationaler Platz“ öffentlich zugänglich und hat sich zu einem Erinnerungs-, Natur- und Bildungsort entwickelt.
Bei einem Rundgang über das Gelände erhalten die Teilnehmenden Einblicke in die Geschichte der ehemaligen NS-„Ordensburg“ und die heutige Nutzung des Areals. Ergänzend bietet die Dauerausstellung „Bestimmung: Herrenmensch. NS-Ordensburgen zwischen Faszination und Verbrechen“ die Möglichkeit, sich intensiv mit der Entstehung und Funktion der Ordensburgen, den dort ausgebildeten NS-Funktionären und den Folgen der nationalsozialistischen Ideologie auseinanderzusetzen. Dabei geht es auch um die Frage, wie mit einem solchen historischen Ort heute umgegangen werden kann. Der bewusste Wandel vom Täterort zum Internationalen Platz macht Vogelsang zu einem Beispiel dafür, wie historisch belastete Orte für Demokratiebildung, Dialog und gesellschaftliche Verständigung genutzt werden können.
Die Exkursion richtet sich an alle Interessierten, die sich mit deutscher Geschichte, Erinnerungskultur und demokratischer Bildung auseinandersetzen möchten. Für mobilitätseingeschränkte Personen ist die Fahrt nicht geeignet. Das Teilnahmeentgelt beträgt 23 € (keine Ermäßigung), eine vorherige Anmeldung auf www.vhs-gelsenkirchen.de ist erforderlich.