26. März 2012, 11:05 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. In der April-Hauptreihe stellt das Kommunales Kino (KoKi) Gelsenkirchen die wichtigsten Gewinner und Kandidaten der diesjährigen „Oscar“-Verleihung vor. Zu sehen sind sieben Produktionen, die sich allesamt unbedingt empfehlen, weil sie nicht nur inszenatorischen Einfallsreichtum und schauspielerische Glanzleistungen bieten, sondern auch mitreißende, noch lange nachhallende Geschichten erzählen.
Die Monatsreihe eröffnet am Sonntag, 1. April, um 12:30 Uhr (!) im Schauburg Filmpalast der Agententhriller „Dame, König, As, Spion“. Weitere Vorstellungen sind am Montag, 2. April, um 18 und 20:30 Uhr in der Schauburg sowie am Mittwoch, 4. April, um 19:30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf.
Am Dienstag, 3. April, steht als „Filmentdeckung“ der US-amerikanische Thriller „Drive“ auf dem Programm (Schauburg, 18 und 20:30 Uhr, FSK: ab 18 J.).
In dieser Hauptreihe folgen „The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten“ (8./9./11.04.), „Verblendung“ (10.04.), „The Artist“ (15./16.04.), „Hugo Cabret“ (22./23.04.), „In Darkness – Eine wahre Geschichte“ (24./25.04.) sowie „Extrem laut & unglaublich nah“ (29./30.04.).
Außerdem zeigt das KoKi im April „Der atmende Gott – Reise zum Ursprung des modernen Yoga“ am 17. und 18..
Tomas Alfredsons hochkarätig besetzte Verfilmung „Dame, König, As, Spion“ des Romans von John le Carré überzeugt als ein intelligenter, komplexer und atmosphärisch dichter Spionagethriller, der im Rahmen einer angenehm ruhigen, gleichwohl packenden Erzählung vor allem den psychologischen Befindlichkeiten der Figuren nachspürt. Nominiert für drei „Oscars“ 2012 („Bester Hauptdarsteller“ [Gary Oldman], „Bestes adaptiertes Drehbuch“ und „Beste Filmmusik“); ausgezeichnet u. a. mit zwei „British Academy Film Awards“ 2012 („Bester britischer Film“ und „Bestes adaptiertes Drehbuch“) sowie mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“. — England 1973, die Zeit des „Kalten Krieges“. Der ehemalige Top-Spion George Smiley (Gary Oldman) wird überraschend aus dem Ruhestand reaktiviert. Im direkten Auftrag der Regierung soll er einen KGB-Maulwurf entlarven, den man an der Spitze des britischen Geheimdienstes vermutet. Zusammen mit einem jungen Agenten nimmt Smiley die Ermittlungen in den eigenen Reihen auf. Dabei muss er äußerst vorsichtig vorgehen, denn niemand darf den wahren Grund für seine Rückkehr erfahren. Es beginnt eine gefährliche Mission, bei der es gilt, ein Netz aus Lügen, Intrigen und falschen Fährten zu entwirren.
Angelehnt an die Neon-Noir-Ästhetik der 1980er-Jahre, hat der dänische Regisseur Nicolas Winding Refn mit „Drive“ einen absolut brillanten existenzialistischen Thriller inszeniert, der die Einsamkeit und Verlorenheit der Hauptfigur in geradezu hypnotischen Bildkompositionen einfängt. Ausgezeichnet beim „Festival de Cannes“ mit dem Regiepreis. — Ryan Gosling ist der „Driver“, ein namenloser, wortkarger Einzelgänger, der tagsüber als Actionfilm-Stuntfahrer und Automechaniker arbeitet. Nachts steuert er gegen Bezahlung Fluchtwagen und sorgt ebenso geschickt wie zuverlässig dafür, dass Kriminelle schnell vom Tatort verschwinden können. Sozialen Kontakt pflegt er lediglich zu einem alten Freund – bis er seine Nachbarin Irene (Carey Mulligan) und deren Sohn näher kennenlernt. Doch dann wird Irenes Ehemann aus dem Gefängnis entlassen, dem der „Driver“ Hilfe bei einem vermeintlich todsicheren Ding verspricht.