06. August 2026, 17:49 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
GE. Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Kurt-Schumacher-Straße kurz vor der Haltestelle Willy-Brandt-Allee sind am Donnerstag gegen 12:30 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache dort zwei Straßenbahnen kollidiert. Den ersten Einsatzkräften trafen unmittelbar auf zahlreiche verletzte Personen. Von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei wurde sofort ein Großeinsatz ausgelöst.
Nach dem derzeitigen Stand wurden bei dem Unfall insgesamt drei Personen lebensgefährlich verletzt. Sieben weitere Personen erlitten schwere Verletzungen, 14 Menschen wurden leicht verletzt. Zusätzlich mussten 19 weitere Betroffene durch Einsatzkräfte betreut werden.
Die Feuerwehr Gelsenkirchen leitete unter Führung des Direktionsdienstes die technische Rettung, die medizinische Versorgung sowie die Koordination innerhalb des Unfallbereichs ein.
Aufgrund der hohen Anzahl an Verletzten wurde auch überörtliche Einsatzkräfte aus Essen und Recklinghausen angefordert.
Zur Betreuung unverletzter und leicht betroffener Fahrgäste stellte die BOGESTRA einen Bus bereit. Darüber hinaus kamen Notfallseelsorger der Feuerwehr Gelsenkirchen zum Einsatz, um Betroffene psychologisch zu begleiten. Alle Verletzten wurden nach einer medizinischen Sichtung entsprechend der Schwere ihrer Verletzungen in umliegende Krankenhäuser transportiert. Insgesamt kamen rund 80 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst zum Einsatz.
Für die Dauer der Rettungs-, Bergungs- und Ermittlungsarbeiten blieb die Kurt-Schumacher-Straße in Fahrtrichtungen Norden bis etwa 16:30 Uhr gesperrt. In Richtung Süden wird die Sperrung wegen der Bergung der Straßenbahnzüge noch bis in den späten Abend andauern.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.
Hinweis für Medien
Die dargestellten Informationen entsprechen dem derzeitigen Einsatzstand. Weitere Erkenntnisse sind von den noch laufenden Ermittlungen beziehungsweise von der Einsatznachbereitung abhängig.