10. April 2012, 10:41 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Was lange währte, wird jetzt ausgezeichnet. Der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten in Nordrhein-Westfalen hat entschieden, dass der Landschaftsarchitekturpreis 2012 an den neuen St. Urbanus Kirchplatz in Gelsenkirchen-Buer geht. Geplant wurde der Platz vom Bochumer Büro wbp Landschaftsarchitekten, Christine Wolf und Rebekka Junge. Auch sie werden daher mit dem Preis des Berufsverbandes, der herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Landschaftsarchitektur, der Park- und Gartengestaltung würdigt, geehrt. Der Preis wird wohl im Mai 2012 in Gelsenkirchen verliehen.
Stadtdirektor Michael von der Mühlen freut sich über die Auszeichnung: „Der Preis beweist, dass sich unsere Anstrengungen gelohnt haben. Trotz Planungsänderungen und der Schwierigkeiten in der Bauphase – wie der Sommersturm und die archäologischen Funde – ist es uns gelungen, mit der Neugestaltung den Platz deutlich gestalterisch und ökonomisch aufzuwerten.“ Diese Aufwertung wird auch dadurch bezeugt, dass die Zahl der Leerstände in den Immobilien zurückgegangen ist.
Besonders beeindruckt war das Preisgericht von der einheitlichen Materialverwendung zwischen Kirchenmauern und Hausfassaden. Zusammen mit einer schlichten Möblierung und einer eleganten Stufenanlage verleiht dies dem ganzen Ensemble eine überraschende Offenheit und Großzügigkeit. Auch auf die Kosten sowie ökologische Aspekte verwies die Jury aus Landschaftsarchitekten, Architekten, einer Vertreterin des Städtebauministeriums und einem Mitarbeiter des Sponsors Trilux Leuchten aus Arnsberg. So nehme das Betonpflaster die Farbe und den Charakter der Naturstein- und gestrichenen Fassaden auf, bleibe aber preislich im Rahmen und machte den Aufwand eines Natursteintransportes aus China, Indien oder Brasilien verzichtbar.