26. Juni 2026, 12:09 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Gedenkstätte Riga-Bikernieki. Bildrechte: Volksbund
GE. Die Stadt Gelsenkirchen nimmt gemeinsam mit 32 weiteren Städten vom 1. bis 4. Juli 2026 an einer Gedenkreise nach Riga in Lettland teil. Sie wird durch den Kreisvorsitzenden für Gelsenkirchen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräbervorsorge e.V., Werner Wöll, vertreten.
Am 27. Januar 1942 wurden 500 jüdische Menschen aus Gelsenkirchen und Umgebung von den Nationalsozialisten in das Ghetto Riga deportiert. Unter ihnen befanden sich rund 350 Bürgerinnen und Bürger aus Gelsenkirchen, nur 60 überlebten.
Das Deutsche Riga-Komitee ist ein Städtebündnis. Es wurde im Jahr 2000 gegründet, um an die Deportation von Jüdinnen und Juden nach Riga zu erinnern und der Ermordeten zu gedenken. Gelsenkirchen ist seit 2007 Mitglied im Riga-Komitee und beteiligt sich seitdem regelmäßig an den Gedenkfahrten. Inzwischen sind dem Bündnis 80 Städte, darunter auch Brünn, Prag, Riga, Theresienstadt und Wien.
Die Delegationen der Mitgliedsstädte aus drei Ländern werden gemeinsam die Gedenkstätte Riga-Bikernieki besuchen, wo 55 Massengräber durch steinerne Umrandungen erkennbar gemacht worden sind. Auf Steintafeln stehen die Namen der Heimatstädte der Toten. Die Delegierten besuchen auch die Gedenkorte Rumbula und den Bahnhof Skirotova sowie die Überreste des Konzentrationslagers Jungfernhof. Auf ihrer Reise werden sie auch Kinder von Überlebenden treffen.
Foto: Gedenkstätte Riga-Bikernieki (Copyright Volksbund) siehe Anlage