25. Juni 2026, 14:59 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
GE. Für Freitag, den 26. Juni 2026, hat das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung den Digitaltag als bundesweiten Aktionstag ausgerufen, der Menschen zusammenbringen soll, um die Digitalisierung erlebbar zu machen.
Die Stadt Gelsenkirchen beteiligt sich mit einem besonderen 3D-Modell an den Aktionen und macht ein bedeutendes Stück Gelsenkirchener Industriegeschichte wieder digital sichtbar. Das historische Eisenhüttenwerk „Schalker Verein“ ist ab sofort als detailreiches 3D-Modell erlebbar.
Nachdem 1874 der erste Hochofen in Betrieb genommen wurde, gehörte der „Schalker Verein“ für mehr als ein Jahrhundert zu den wichtigsten Montanstandorten im Ruhrgebiet. Nur 800 Meter vom Hauptbahnhof entfernt, war das Werk mit zwischenzeitlich sechs Hochöfen stadtbildprägend. Vom ehemaligen Werksgelände sind heute jedoch lediglich der Erzbunker, das Schalthaus sowie ein Torhaus als stumme Zeugen der Industriezeit erhalten.
Das digitale Modell lässt die historische Anlage wieder lebendig werden und lädt zum virtuellen Rundgang ein: Hochöfen, Gießhallen, Schrägaufzüge und weitere Bauwerke werden in ihrer historischen Gestalt sichtbar und ermöglichen spannende Einblicke in die Industriegeschichte unserer Region.
Grundlage für den digitalen Zwilling ist die Arbeit von Barbara Brunne, die ein umfassendes digitales Modell des Werkszustands aus den Jahren 1975 bis 1977 erstellt hat. Dazu hat sie u.a. zahlreiche Bauakten des „Schalker Vereins“ ausgewertet, die im Institut für Stadtgeschichte (ISG) nahezu vollständig aufbewahrt werden.
In enger Zusammenarbeit mit dem Referat Vermessung und Kataster der Stadt Gelsenkirchen wird ihr augenblicklicher Arbeitsstand in eine browserbasierte 3D-Anwendung integriert und laufend fortgeführt.
Die aktuellen und alle zukünftigen Entwicklungsstände dieser fortlaufenden Arbeit kann als 3D-Modell hier eingesehen werden:
geo.gelsenkirchen.de
Hinweis an die Redaktionen: Bilder des 3-D-Modells finden Sie im Anhang. Foto Stadt Gelsenkirchen
Urheberrechtshinweis für die Originalfotos: Michael Maiss