22. Mai 2026, 11:24 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
GE. Das Institut für Stadtgeschichte lädt herzlich für Mittwoch, 27. Mai 2026, 18 Uhr zu einem Vortrag von Dr. Olav Heinemann, Leiter des Widukind-Museums in Enger, in die Dokumentationsstätte „Gelsenkirchen im Nationalsozialismus“, Cranger Str. 323, 45891 Gelsenkirchen ein.
Mehr als 1100 Jahre nach seiner Lebenszeit erlebte die Figur Herzogs Widukind, des Widersachers Karls des Großen in den Sachsenkriegen, eine unverhoffte Glanzzeit. Geschuldet war diese der nationalsozialistischen Umdeutung der deutschen Geschichte, in deren Rahmen der Sachsenherzog zu einem prototypischen „Volksführer“ und Vertreter der NS-Ideologie von „Blut-und-Boden“ gemacht wurde. Zentrum der Verehrung seiner Person wurde die kleine ostwestfälische Stadt Enger, die als Ort der Grablege Widukinds galt und in der Zeit von 1936 bis 1939 eine sogenannte Widukind-Gedächtnisstätte entstand. Kurz nach deren Eröffnung macht hier die Westfalenfahrt der „Alten Garde“ für eine Kranzniederlegung Station, bevor sie später in Gelsenkirchen ihr Ziel erreichte. Was genau damals geschah, warum auch Widukind im Gepäck der „Alten Garde“ in Gelsenkirchen ankam und welche Verbindungslinien zwischen Enger und Gelsenkirchen darüber hinaus damals existierten, wird der Vortrag beleuchten.
Der Eintritt ist frei.