28. April 2026, 14:46 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
GE. Am 12. Mai 2026 um 18 Uhr lädt die Volkshochschule Gelsenkirchen zur feierlichen Eröffnung der Ausstellung „Wurzeln der Vielfalt“ in das Bildungszentrum an der Ebertstraße ein. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Europawochen 2026 statt und wird im Beisein von Oberbürgermeisterin Andrea Henze eröffnet. Neben der Ausstellung erwartet die Besucherinnen und Besucher eine Filmpremiere sowie ein anschließendes Podiumsgespräch mit Beteiligten aus Film und Ausstellung.
Die Ausstellung „Wurzeln der Vielfalt – Lehrkräfte mit Migrationshintergrund“ ist in Kooperation mit dem Berufskolleg Königstraße entstanden und macht die kulturelle Diversität des Kollegiums sichtbar. Als Spiegel der vielfältigen Ruhrgebiets-Gesellschaft vereint das Berufskolleg Menschen unterschiedlichster Herkunft und Generationen. Lehrkräfte mit internationalen Wurzeln gewähren persönliche Einblicke in ihre Biografien: In eindrucksvollen Fotografien, aufgenommen von Ulrich Gröning, präsentieren sie Symbole, die für ihre eigene Migrationsgeschichte oder die ihrer Familien stehen. Begleitende Texte erläutern die Bedeutung dieser Objekte und erzählen von Aufbruch, Identität und Erinnerung.
Ergänzt wird die Ausstellung durch die Premiere des Films „ZwischenWelten – Junge Frauen mit Migrationsgeschichte“. Das Filmprojekt, das von ARTE X, einem Künstlerkollektiv bestehend aus der bildenden Künstlerin Claudia Lüke, dem Klangkünstler Günter Menger sowie dem Musikproduzenten Tom Dubster, realisiert wurde, ist Teil einer fortlaufenden künstlerischen Zusammenarbeit mit dem Berufskolleg Königstraße und dem Kulturreferat der Stadt Gelsenkirchen. Im Mittelpunkt stehen junge Frauen aus dem Ruhrgebiet mit familiären Wurzeln in verschiedenen Ländern. Sie sprechen über Zugehörigkeit, persönliche Lebensentwürfe, berufliche Ziele und den Umgang mit gesellschaftlichen Erwartungen. Der Film verzichtet bewusst auf eine lineare Erzählweise und setzt stattdessen auf eine vielschichtige Montage aus Bild- und Klangcollagen. Die Aussagen der Protagonistinnen werden durch visuelle und akustische Ebenen ergänzt, die neue emotionale und gedankliche Zugänge eröffnen. So entsteht ein dichter künstlerischer Raum, der individuelle Erfahrungen miteinander verknüpft und zur Reflexion einlädt.
Im Anschluss an die Vorführung bietet ein Podiumsgespräch Gelegenheit zum Austausch mit den Mitwirkenden. Die Veranstaltung versteht sich als offener Dialograum, in dem Fragen von Identität, gesellschaftlicher Teilhabe und kultureller Vielfalt diskutiert werden können.
Die Volkshochschule Gelsenkirchen lädt alle Interessierten herzlich ein, an diesem Abend Kunst, Film und persönliche Geschichten miteinander zu erleben und ins Gespräch zu kommen. Die Teilnahme ist entgeltfrei, eine vorherige Anmeldung auf www.vhs-gelsenkirchen.de erwünscht.