22. April 2026, 15:11 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
GE. Das Institut für Stadtgeschichte lädt herzlich am Mittwoch, 29. April 2026, 18 Uhr zu einem Vortrag mit Buchvorstellung von Dr. Fabian Köster, Gelsenkirchen, in die Dokumentationsstätte „Gelsenkirchen im Nationalsozialismus“, Cranger Straße 323, 45891 Gelsenkirchen ein.
Gelsenkirchen und Wolfsburg waren besondere „Wirtschaftswunder“-Städte. In der Nachkriegszeit versuchten beide Industriestädte sich kulturpolitisch zu emanzipieren: von der eigenen NS-Vergangenheit, von den traditionsreicheren Nachbarstädten und von der Macht der lokalen Unternehmen.
Die durchaus experimentierfreudigen kulturpolitischen Suchbewegungen im kommunalen Raum offenbaren im bundesrepublikanischen Kontext einen doppelten Vorsprung: Sowohl im Bereich der kulturpolitischen Programmatik als auch bei der Zuwendung zur kontrovers diskutierten zeitgenössischen Kunst waren beide Industriestädte ihrer Zeit voraus.
Fabian Köster berichtet auf Grundlage seiner kürzlich erschienenen Publikation über die Bedeutung kommunaler Kulturpolitik in der konfliktgeladenen demokratischen Findungsphase nach 1945.
Der Eintritt ist frei.