13. April 2026, 17:26 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Katharina Küsgen und Heike Lorenz von der Diakonie, Oberbürgermeisterin Andrea Henze, Dezernetin Anne Heselhaus, Referatsleiter Uwe Gerwin, Teamleiterin Yasemin Kurnaz und André del Barrio Colorado von der AWO. Bildrechte: Stadt Gelsenkirchen - Gerd Kaemper
GE. Unter dem Titel „Gemeinsam für Horst“ und „Gemeinsam für Rotthausen“ hat die Stadt Gelsenkirchen vor rund drei Jahren Kräfte gebündelt, um den sozialen Frieden zu wahren, den Zusammenhalt und die Wohn- sowie Lebensqualität in den Quartieren zu stärken. Unterlegt waren und sind die Projekte mit einem Programm, das weit über das hinausgeht, was zuvor an Quartiersarbeit vor Ort geleistet wurde. Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin Andrea Henze und Anne Heselhaus, Vorständin für Kultur, Bildung, Jugend, Sport und Integration haben nun gemeinsam Bilanz gezogen. Das Ergebnis: Diese Projekte sollen nicht nur fortgesetzt, sondern auch in weiteren Quartieren umgesetzt werden.
„Denn der von uns gewählte integrierte Ansatz hat sich bewährt“, blickt Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin Andrea Henze zurück. „Unterschiedliche Handlungsfelder zusammenzuführen und die enge Zusammenarbeit des Kommunalen Ordnungsdienstes, der Sozialarbeit und Jugendhilfe, der Stadtplanung, der Wohlfahrtsverbände und weiterer Akteure, haben zum Erfolg geführt“, ist Oberbürgermeisterin Henze überzeugt und erläutert: „So konnten die Maßnahmen nicht nur gebündelt, sondern gezielt aufeinander abgestimmt werden.“
Sichtbar aufgewertet werden die Quartiere durch verbesserte Wohn- und Lebensbedingungen. In Horst wurden vier, in Rotthausen fünf Problemimmobilien aufgekauft. Öffentliche Räume werden aufgewertet wie etwa der Ilse-Kibgis-Platz in Horst oder die Lothringer Straße in Rotthausen. Ebenso wichtig sind der Oberbürgermeisterin aber auch präventive Angebote bei der Kinder- und Jugendförderung. Hier gab es im vergangenen Jahr über 3.700 Kontakte mit Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 6 und 17 Jahren. „So stärken wir Bildungs- und Teilhabechancen“, betont die Oberbürgermeisterin.
Mehr als 4.800 Beratungen, rund 220 Hausbesuche und fast 40 Informationsveranstaltungen in den Quartieren schlagen sich auch in anderen Zahlen nieder, wie Anne Heselhaus verdeutlicht: „Im Jahr 2025 gab es zum Beispiel deutlich weniger Beschwerden. Waren es in Horst im Januar noch 142, sank die Zahl im Dezember auf 14. Die Entwicklung in Rotthausen war vergleichbar. Hier sank die Zahl von 184 auf 13.“
Sowohl in Horst als auch in Rotthausen werden die verschiedenen Angebote zur Lösung von Konflikten, wie Aufklärung und niedrigschwellige, mehrsprachige Ansprachen gut angenommen. In beiden Quartieren wurden 119 Konflikte so erfolgreich gelöst. „Die steigende Inanspruchnahme dieser Angebote belegt das gewachsene Vertrauen der Bevölkerung“, freut sich Anne Heselhaus und beschreibt, wie umfassend die Angebote zum Beispiel in Horst sind: „Das soziale Quartiersmanagement setzte in Horst im Jahr 2025 Veranstaltungen wie das Quartiersfest, Informationsabende zum Schulstart oder zur Schuldenvermeidung um. Gemeinsam mit dem Programm „Prima.Klima.Horst“ und dem Referat Umwelt wurden Projekte zu Klimaschutz, Urban Gardening und weitere gemeinschaftliche Aktionen realisiert.“
Was in Rotthausen und Horst getan wurde, um erfolgreich den sozialen Zusammenhalt zu stärken, das wird nun auch auf weitere Stadtteile übertragen, kündigt Oberbürgermeisterin Henze an und nennt Schalke-Nord und Bulmke-Hüllen. Oberbürgermeisterin Henze stellt fest: „Wir sehen dort den Bedarf und auch die Möglichkeiten“, und ist sicher: „Trotz knapper Kassen gelingt es, mit Mittelbündelung, ressortübergreifenden Instrumenten, Innovationen und verstärkter Präsenz Quartiere zu stabilisieren. Gelsenkirchen hat gezeigt, wie es funktionieren kann.“