09. April 2026, 13:58 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Cover zum Podcast. Bildrechte: Stadt Gelsenkirchen
GE. Die Stadt Gelsenkirchen hat mit dem Land Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 eine „Zukunftspartnerschaft“ geschlossen, um gegen Problemimmobilien im Stadtgebiet vorzugehen. Um den Markt zu revitalisieren, sollen in einem Gesamtzeitraum von zehn Jahren dabei rund 3.000 nicht marktgängige Wohneinheiten vom Markt genommen werden. Sie werden aufgekauft, zurückgebaut oder saniert. Dies bietet die Chance, Quartiere neu zu gestalten und mehr Lebens- und Aufenthaltsqualität zu schaffen.
Doch was soll mit den Baustoffen, die beim Rückbau anfallen, geschehen? Diese Frage stellt sich die Stadt Gelsenkirchen bereits seit Jahren und hat sich für eine besonders ressourcenschonende Rückbauweise und gegen den Abriss der Gebäude entschieden. Der Fokus liegt dabei auf einer möglichen Wiederverwendung von Bauteilen (Urban Mining). Baumaterialien wie Ziegelsteine, Holzgeländer, Fliesen, Türen oder Fenster werden daraufhin geprüft, ob sie weiterverwendet werden können.
Baustoffbörse für Bürgerinnen und Bürger
Nun gibt es einen weiteren Baustein in dieser Wiederverwertungskette: Mit der Baustoffbörse Gelsenkirchen wird alten Baustoffen ein zweites Leben gegeben. Hier können Interessierte Bauteile wie Fenster, Türen oder Treppen aus den Rückbauprojekten im gesamten Stadtgebiet für die eigenen vier Wände erhalten.
Das Team von „Das GEhört sich so – der Stadt-Podcast“ wollte wissen, wie das „Ernten“ von alten Baustoffen und der Übergang in die Baustoffbörse genau funktioniert und hat sich für die aktuelle Episode „Jäger der verborgenen Kostbarkeiten – Besuch in der Baustoffbörse“ mit Fachfrauen vom Referat Stadtplanung auf Schatzsuche in einem Schrotthaus begeben. Welche Schätze die beiden Podcasterinnen Katharina Fleissner und Anne Bolsmann dabei entdeckt haben, verraten sie in dieser Episode.
Was ist eigentlich „graue Energie“?
Zudem ergänzen eine Reportage aus dem UmBauLabor an der Bergmannstraße in Ückendorf und ein Interview zum Thema „Kreislaufwirtschaft in Gelsenkirchen“ mit Irja Hönekopp, der Leiterin der Stabsstelle Zukunftspartnerschaft Wohnen / Strategische Stadterneuerung und dem Teamleiter der Projektsteuerung, Fabian Stibane, den Themenreigen. Hier erfahren Hörerinnen und Hörer, was der Unterschied zwischen „Abriss“ und „Rückbau“ ist, und was genau die „graue Energie“ in Bauwerken ausmacht – und warum es sich lohnt, diese zu bewahren. Welche Vorreiterrolle Gelsenkirchen bei der Erkundung neuer Wege in der Kreislaufwirtschaft übernimmt, auch darum geht es in dieser Podcast-Episode.
Wer mag, kann mit den Ohren mit auf Entdeckungsreise gehen und ab sofort kostenfrei in die neue Episode reinhören. Sie ist auf www.gelsenkirchen.de/podcast sowie auf allen gängigen Podcast-Portalen abrufbar.