08. April 2026, 15:11 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
GE. Im April widmet sich das Kommunale Kino (Koki) in seiner Hauptreihe „Neuer Deutscher Film“ aktuellen einheimischen Produktionen. Am Sonntag, 12. April, und am Montag, 13. April, zeigt das Koki die deutsche Culture-Clash-Komödie „Extrawurst“ von Marcus H. Rosenmüller, basierend auf dem gleichnamigen Theaterstück von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob. Am Dienstag, 14. April, folgt in der Filmreihe „Oscar 2026“ der US-amerikanische Abräumer der diesjährigen Oscar-Verleihung: „One Battle After Another“ von Paul Thomas Anderson, nominiert für 13 Oscars, von denen der Film mit sechs Preisen ausgezeichnet wurde, u. a. für „Bester Film“ und „Beste Regie“. Die Vorstellungen beginnen am Sonntag um 12:45 Uhr, am Montag um 17:45 und 20:15 Uhr sowie am Dienstag wegen der Laufzeit von 162 Minuten bereits um 17 und 20 Uhr.
Extrawurst
Eigentlich ist es reine Formsache: Heribert (Hape Kerkeling), langjähriger Vorsitzender des Tennisclubs Lengenheide, und sein ehrgeiziger Stellvertreter Matthias (Friedrich Mücke) lassen über die Anschaffung eines Grills für die nächste Vereinsfeier abstimmen. Der hippe Werbetexter Torsten (Christoph Maria Herbst) haut noch einen flotten Spruch raus, damit die dröge Versammlung ein schnelles Ende findet. Da schlägt Torstens Ehefrau Melanie (Anja Knauer) vor, für ihren Doppelpartner Erol (Fahri Yardim), das einzige muslimische Mitglied des Vereins, einen zweiten Grill zu kaufen. Denn gläubige Muslime dürfen ihre Grillwürste bekanntlich nicht auf einen Rost mit Schweinefleisch legen. Die Idee führt Satz für Satz zu einem turbulenten Schlagabtausch, bei dem Atheisten und Gläubige, Deutsche und Türken, Gutmenschen und Hardliner frontal aufeinanderprallen. Schnell wird allen klar: Es geht hier um viel mehr als einen Grill. – FSK ab 12 Jahren.
One Battle After Another
Vor 16 Jahren hatte sich der Bürgerrechtsaktivist Bob Ferguson (Leonardo DiCaprio) an einer Aktion der radikalen Widerstandsgruppe „French 75“ beteiligt, bei der 200 Häftlinge aus den Fängen der „United States Immigration and Customs Enforcement“, kurz ICE, befreit wurden. Heute fürchtet Bob immer noch, dass der damalige ICE-Colonel Steven J. Lockjaw (Sean Penn) auf Rache sinnt. Dieser ist inzwischen dem „Christian Adventurer Club“ beigetreten, einer zunehmend einflussreichen rechtsextremen Bewegung, die vor Gewalt nicht zurückschreckt. Und tatsächlich geraten der untergetauchte Bob und seine mittlerweile fast erwachsene Tochter Willa (Chase Infiniti) ins Visier des erzkonservativen Colonels. – FSK ab 16 Jahren. Ausgezeichnet mit einem Oscar für „Bester Film“, „Beste Regie“, „Bestes adaptiertes Drehbuch“, „Bester Nebendarsteller“ (Sean Penn), „Bestes Casting“ und „Bester Schnitt“.
Die Vorstellungen finden in der Schauburg, Horster Straße 6 statt. Der Eintritt kostet 6 Euro für eine Vorstellung bzw. 54 Euro für die 10-er Karte. Schülerinnen und Schüler, Studierende sowie Inhaberinnen und Inhaber des GE-Passes erhalten Ermäßigungen.
Weitere Informationen zum Kommunalen Kino in Gelsenkirchen unter www.gelsenkirchen.de/koki