13. März 2026, 13:55 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
GE. In diesem Jahr hätte ein ganz besonderer Bewohner dieser Stadt seinen 150. Geburtstag gefeiert. Der Architekt Josef Franke erblickte am 12. März 1876 das Licht der Welt. Sein späteres Wirken als Architekt hat das Stadtbild Gelsenkirchens maßgeblich geprägt. Die Stadt Gelsenkirchen hat den Ausnahme-Architekten in dieser Woche mit einem Festakt in der Heilig-Kreuz-Kirche an der Bochumer Straße gewürdigt.
„Wenn man sich in unserer Stadt umschaut, dann merkt man, wie dankbar man Josef Franke sein kann, für die vielen Gebäude, die er hier vor Ort geschaffen hat. Eine unnachahmliche Verbindung von traditionellen und modernen Elementen zieht sich wie ein roter Faden durch die Entwürfe von Josef Franke, aus dessen Feder, oder besser gesagt Bleistiftspitze, ganze 163 Entwürfe stammen. Rund 90 davon wurden auch wirklich gebaut und 32 davon sind Kirchen. Die Heilig-Kreuz-Kirche sticht natürlich als Gesamtkunstwerk heraus, aber auch die anderen Gebäude von Josef Franke in dieser Stadt prägen das Stadtbild bis heute und damit auch das Gesicht von Gelsenkirchen“, hob Oberbürgermeisterin Andrea Henze hervor.
Vom Schulgebäude bis zum Hochbunker
Zu Frankes wichtigsten Bauten in Gelsenkirchen zählen neben der bereits genannten Heilig Kreuz Kirche unter anderem das Depot und das Verwaltungsgebäude der Bogestra, das Ricarda-Huch-Gymnasium, das Wasserwerk und die Glückauf-Brauerei in Ückendorf, sowie das Haus Ringeck in der Altstadt, der Hochbunker an der Arminstraße, die Siedlung Blumendelle in Schalke und die Dreifaltigkeitskirche im Haverkamp.
Josef Frankes Enkel Thomas Franke gewährte in einer Präsentation Einblicke in das Leben des berühmten Großvaters, Professor Dr. Wolfgang Sonne von der Technischen Universität Dortmund, der auch als Wissenschaftlicher Leiter des Baukunstarchivs NRW fungiert, hielt die Festrede. Eine kurze Diskussionsrunde zum Thema „Josef Franke: Architektur als Aufbruch – Was können wir aus seinen Bauten heute lernen?“ schloss sich an – auf dem Podium trafen Thomas Franke und Professor Wolfgang Sonne auf Stadtbaurat Christoph Heidenreich und die Architektin Monika Güldenberg (BDA). Moderiert wurde der Festakt von Stefan Rethfeld, die musikalische Untermalung gestaltete Noah Reis Ramma mit seiner Band.
Ausstellung und Stadtrundfahrt
Der Festakt wurde von einer Ausstellung mit bedeutsamen Werken von Josef Franke flankiert. Auch eine Stadtrundfahrt am Sonntag, 26. April, wird sich auf die Spuren des Architekten machen. Die Gelsenkirchener Bauten von Josef Franke sollen dabei im Mittelpunkt stehen. Nähere Informationen hierzu gibt es bei der Stadt- und Touristinfo im Hans-Sachs-Haus an der Ebertstraße 11. Die Tour ist auch online buchbar unter:
Visit.gelsenkirchen.de/stadtrundfahrten
Das Leben und Wirken von Josef Franke wird derweil nachgezeichnet auf www.gelsenkirchen.de/josef-franke.
Hinweis an die Redaktionen: Zu dieser Presseinformation stellen wir Bildmaterial zum Download bereit. Die Bildrechte liegen bei der Stadt Gelsenkirchen/Gerd Kaemper.