18. Februar 2026, 17:22 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
GE. Die Stadt Gelsenkirchen setzt auch im Jahr 2026 ihre Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur konsequent fort. Schwerpunkte bilden dabei weiterhin Maßnahmen zur Straßenerhaltung sowie ausgewählte Ausbau- und Planungsprojekte zur Verbesserung der Mobilität im Stadtgebiet.
Stadtbaurat Christoph Heidenreich „Der erfolgreiche Abschluss des Straßenbauprogramms 2025 bildet hierfür eine wichtige Grundlage. Insgesamt konnten im vergangenen Jahr 45 Maßnahmen umgesetzt werden. Für das Jahr 2026 plant die Stadt die Umsetzung von insgesamt 49 Straßenerhaltungsmaßnahmen.“
Diese verteilen sich auf 21 Projekte im Bezirk Mitte, 9 im Bezirk Nord, 7 im Bezirk West, 7 im Bezirk Ost und 5 im Bezirk Süd.
„Parallel dazu wird die strategische Ausrichtung für die kommenden Jahre mit der vierten Fortschreibung des Straßen- und Wegekonzeptes weiterentwickelt. Dieses wird im April 2026 in den zuständigen politischen Gremien vorgestellt“, so Stadtbaurat Heidenreich weiter.
Für die Instandhaltung und Instandsetzung des Straßennetzes stehen im Haushalt 2026 nach aktuellem Stand konsumtive Mittel in Höhe von rund 2,94 Millionen Euro zur Verfügung.
„Darüber hinaus sind für investive Maßnahmen – insbesondere für Erneuerungen im Rahmen der Straßenerhaltung sowie für Straßenplanungsmaßnahmen – rund 6,5 Millionen Euro vorgesehen. Das gesamte Investitionsvolumen des Referates Verkehr beträgt im Jahr 2026 rund 10,5 Millionen Euro“, so Christoph Heidenreich weiter.
Zentrale Bauprojekte im Jahr 2026
Verkehrs-Referatsleiter Christoph Neumann: „Ein Schwerpunkt des Bauprogramms ist die Sanierung des Brückenbelags der Berliner Brücke in Fahrtrichtung Nord. Als wichtige Nord-Süd-Verbindung nimmt sie eine zentrale Rolle im städtischen Verkehrsnetz ein. Durch die Sanierungsarbeiten werden sowohl die Verkehrssicherheit erhöht als auch die langfristige Nutzbarkeit der Brücke gesichert.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur. Auf der Hiberniastraße wird die Radverkehrsanlage im Abschnitt zwischen Rotthauser Straße und Ringstraße ausgebaut. Neben der Herstellung der Radverkehrsanlage werden auch Kreuzungsbereiche und Signalsteuerungen angepasst, um den Verkehrsfluss insgesamt zu verbessern.“
Darüber hinaus wird der vierte Bauabschnitt der Bismarckstraße zwischen Trienenkamp und Theodorstraße weiter vorbereitet.
Bochumer und Cranger Straße
Die Umbaumaßnahme Bochumer Straße läuft seit April 2025 und befindet sich nach aktuellem Stand im Zeitplan. Voraussichtlich im August soll ein Zwischenstandsbericht vorgestellt werden.
Die Fertigstellung der Cranger Straße ist nach aktuellem Stand für das III. Quartal 2026 vorgesehen.
Weiter positive Entwicklung beim Straßenzustand
Zur Bewertung der Infrastruktur wurden die aktuell vorliegenden Zustandsdaten mit den im vergangenen Jahr veröffentlichten Zahlen abgeglichen. Dabei zeigen sich Veränderungen innerhalb der einzelnen Zustandsklassen.
Erhan Özdemir, Leiter der Abteilung Straßenbau: „Die Stadt verzeichnet weiterhin deutliche Zuwächse in den Zustandsklassen „sehr gut“ bis „befriedigend“. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die umfangreichen Baumaßnahmen des Jahres 2025 zurückzuführen. Viele Straßen konnten dadurch aus der Kategorie „ausreichend“ in höhere Zustandsklassen überführt werden.
Auch bei Straßen im sehr schlechten Zustand zeigt sich eine leichte Verbesserung. Zwar fällt diese mit rund einem Kilometer vergleichsweise gering aus, dennoch trägt sie zur Entlastung des kommunalen Bauhofs bei“, so Özdemir.
Zudem wird erwartet, dass die neue Bestands- und Zustandsdatenerhebung, die im Jahr 2026 geplant ist, zu weiteren Verbesserungen in der Bewertung führen wird. Hintergrund sind zahlreiche Baumaßnahmen von Versorgungsunternehmen in den vergangenen Jahren, die in der aktuellen Bewertung noch nicht vollständig berücksichtigt sind.