09. Mai 2012, 16:10 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Die Stadtverwaltung Gelsenkirchen sieht zurzeit nicht die Gefahr eines „Verkehrsinfarkts“ im Süden der Stadt. Die von der CDU gegenüber der WAZ Gelsenkirchen vorgetragenen Befürchtungen, im Kreuzungsbereich Wicking-, Dessauer-, Munscheidstraße und Junkerweg werden die Grenzen der Belastungsfähigkeiten überschritten, sind nach einem bereits vorliegenden Gutachten unbegründet.
In dem Verkehrsgutachten „Revitalisierung der Bochumer Straße in Gelsenkirchen - Ückendorf“ vom Ingenieurbüro für Verkehrs- und Infrastrukturplanung Blanke Ambrosius aus Bochum sind die verkehrlichen Auswirkungen der bereits umgesetzten und auch der geplanten Bauvorhaben (Klimaschutzsiedlung, Mr. Chicken, Justizzentrum und Umnutzung Heilig-Kreuz-Kirche) untersucht worden und in einer Bürgerinformationsveranstaltung im Juli 2010 zur Vorstellung des Bebauungsplanes zum Justizzentrum vorgestellt worden.
Danach wird es an den betroffenen Knotenpunkten in der Prognose im Vergleich zur bestehenden Verkehrssituation nur relativ geringe Einschränkungen in der Größenordnung von Zufallsschwankungen geben. Der Gutachter hat die zusätzlichen Kfz-Frequenzen als durchaus verträglich eingestuft und geht von keiner Verschlechterung aus.
Das neu geplante McDonalds Restaurant ist zwar in diesem Verkehrsgutachten nicht berücksichtigt, wird aber über die Kreuzung Wilhelm-Busch-Straße/Wickingstraße angefahren und wird nach Einschätzung der Verwaltung nicht während des Berufsverkehrs für zusätzliche Verkehrsbelastungen sorgen.
Als zusätzlicher Parkraum wird künftig die Fläche an der Claire-Waldoff-Straße zur Verfügung stehen. Sie kann jetzt allerdings noch nicht offiziell zum Parken freigegeben werden, da während der Bauphase des Justizzentrums diese Fläche zur Lagerung der Baumaterialien genutzt wird. Um den Wegfall, der durch den Bau des Justizzentrums wegfallenden Parkplätze auszugleichen, wird während der Bauzeit die Fläche am Cramerweg als provisorischer Stellplatz hergerichtet.
Nach Fertigstellung des Justizzentrums soll dann auf der Fläche an der Claire-Waldoff-Straße ein Parkplatz ausgebaut werden. Die Kapazität wird etwa 100 Stellplätze betragen.
Verkehrsprobleme bei der Ein- und Ausfahrt im Bereich der Rheinelbestraße sind bisher nicht bekannt. Die Verwaltung wird den Bereich künftig genauer beobachten.
Die Beschilderung zum Werkhof und der Abfallsammelstelle an der Wickingstraße ist bereits beauftragt und wird in den nächsten 14 Tagen angebracht.
Eine Öffnung der abgetrennten Bochumer Straße ist derzeit nicht geplant und würde durch eine weitere Einmündung die Verkehrssituation eher verschlechtern als entlasten. Zudem sind im Stadtentwicklungs- und Planungsausschuss am 25. April 2012 vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Planungen für einen attraktiven Vorplatz in diesem Bereich vorgestellt worden.
Die existierende Busspur zum Marienhospital kann allein aus rechtlichen Gründen nicht geöffnet werden und bleibt weiterhin nur dem ÖPNV und den Rettungsdiensten vorbehalten.