11. Mai 2012, 12:33 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Nachdem die Landesregierung NRW und die Bertelsmannstiftung im März Gelsenkirchen als Teilnehmerstadt am Modellprojekt „Kein Kind zurücklassen – Kommunen in NRW beugen vor“ ausgewählt haben, fügt die Stadt nunmehr einen weiteren Baustein hinzu:
Ab dem nächsten Schuljahr wird es einen Pilotversuch an einzelnen Grundschulen geben, den Nachmittagsbetrieb im Offenen Ganztag bis 17 Uhr auszuweiten. Zurzeit endet der Ganztagsbetrieb stadtweit um 16 Uhr. Stadtrat Dr. Manfred Beck, der das Kommunale Bildungsbüro leitet: „Der Offene Ganztag ist auch in Gelsenkirchen ein Erfolgsmodell. Er findet inzwischen flächendeckend statt und es zeichnet sich ab, dass die von der Landesregierung ursprünglich prognostizierte Inanspruchnahme von 25 Prozent der Kinder in unserer Stadt weit überschritten wird. Deshalb müssen an einigen Stellen die Kapazitäten sukzessive ausgeweitet werden. Ein weiteres Problem vieler Eltern besteht darin, dass 16 Uhr als Betreuungsende nur schwer mit üblichen Geschäftszeiten zu vereinbaren ist. Deshalb wollen wir – wie bereits in den Kindertageseinrichtungen – den Eltern an mehreren Stellen ein erweitertes Angebot machen.“ Das Kommunale Bildungsbüro und das Referat Erziehung und Bildung sind mit mehreren Schulen und den Trägern des Offenen Ganztags im Auswahlverfahren. Dieses soll so rechtzeitig abgeschlossen werden, dass sich die Eltern vor den Sommerferien darauf einstellen können.
Wenn der Pilotversuch angenommen wird und mit guter Qualität umgesetzt werden kann, soll den zuständigen politischen Gremien vorgeschlagen werden, eine breite Umsetzung an Gelsenkirchener Grundschulen zu realisieren.
Für Manfred Beck wäre dies ein logischer weiterer Baustein des Landesprojektes, das u.a. zum Ziel hat, jungen Müttern die Rückkehr in den Beruf oder die Teilnahme an Qualifizierungsangeboten zu ermöglichen. „Der Schlüssel für die Zukunft unserer Stadt liegt in guter Erziehung und Bildung. Dazu müssen wir neben den Institutionen Kindertageeinrichtungen und Schulen vor allem die Familien gewinnen mitzuwirken. Je höher die Bildung der Eltern und je besser ihre berufliche Integration, umso besser sind die Chancen der Kinder. Die Ausweitung der Betreuungszeiten an Grundschulen soll einen kleinen Baustein dazu beitragen.“