14. Mai 2012, 11:11 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Mit der Monatsreihe „Filmland Frankreich“ des Kommunalen Kino (KoKi) Gelsenkirchen geht es am Sonntag, 20. Mai, um 12:45 Uhr und Montag, 21. Mai, um 18 und 20:30 Uhr im Schauburg Filmpalast weiter. Gezeigt wird „Und wenn wir alle zusammenziehen?’“. Die Literaturverfilmung „Faust“ folgt am Dienstag, 22. Mai, um 18 und 20:30 Uhr in der Schauburg sowie am Mittwoch, 23. Mai, um 19.30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf.
Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
Stéphane Robelins hochkarätig besetztes (in den Hauptrollen agieren Claude Rich, Geraldine Chaplin, Guy Bedos, Jane Fonda, Pierre Richard und Daniel Brühl) und leichtfüßig inszeniertes Generationenporträt „Und wenn wir alle zusammenziehen?“ beleuchtet feinfühlig verschiedene Aspekte des Älterwerdens. Dabei halten sich humorvolle und ernste Augenblicke gekonnt die Waage. — Fünf langjährige Freunde, fünf Charaktere, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Claude: der ewige Liebhaber. Annie und Jean: sie bürgerlich und angepasst, er immer noch politischer Aktivist. Und Jeanne und Albert: die Feministin und der Bonvivant. Trotz aller Tücken, die mit dem Alter einhergehen, fühlen sie sich vital. Um dem Seniorenheim zu entgehen, beschließt das Quintett, gemeinsam unter einem Dach den Lebensabend zu verbringen. Als Hilfe wird der junge deutsche Student Dirk engagiert, dessen Anwesenheit schon bald verborgene Wünsche weckt und streng gehütete Geheimnisse ans Licht bringt.
Alexander Sukurows „Faust“ ist eine sehr freie, eigenwillige und gerade deshalb höchst interessante Interpretation von Johann Wolfgang von Goethes „Faust. Eine Tragödie.“. Angesiedelt in einer düsteren spätmittelalterlichen Welt, kreierte der russische Regisseur ein bildgewaltiges, atmosphärisch dichtes und teils surreal anmutendes Gesamtkunstwerk, das auf faszinierende Weise um Mythen, Macht und Sinnfragen kreist. Ausgezeichnet u. a. beim Filmfestival in Venedig mit dem „Goldenen Löwen“ als „Bester Film“ sowie mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“. — Doktor Faust (Johannes Zeiler), ein Universalgelehrter im Bereich der Naturwissenschaften, sucht nach dem Sitz der Seele und dem Sinn des Lebens. Als er aus Geldnot einen Ring versetzen will, trifft er auf den mysteriösen, manipulativen „Wucherer“ (Anton Adassinsky), unter dessen Einfluss er immer stärker gerät, bis er mit ihm einen verhängnisvollen Pakt schließt.