04. Juni 2012, 11:05 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. In seiner Monatsreihe „Filmjahr national“ präsentiert das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag/Montag, 10./11. Juni, auf vielfache Nachfrage erneut den Film „Dreiviertelmond“ mit Elmar Wepper. Am Dienstag/Mittwoch, 12./13. Juni, folgt „Kriegerin“ von David Wnendt.
Die Filme laufen am Sonntag um 12.45 Uhr sowie am Montag und Dienstag um 18 und 20.30 Uhr im Schauburg Filmpalast. Mittwoch beginnt die Vorstellung um 19.30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf.
Der Eintritt kostet 4 Euro für eine Vorstellung bzw. 36 Euro für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
Regisseur Christian Zübert verbindet in „Dreiviertelmond“ geschickt berührende und witzige Szenen zu einer warmherzigen Tragikomödie um eine außergewöhnliche Freundschaft, anhand derer sich gegenseitige Vorurteile spiegeln, die entwaffnend charmant ad absurdum geführt werden. Ausgezeichnet u. a. mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“; nominiert für einen „Deutschen Filmpreis“ 2012 in der Kategorie „Bester Spielfilm“.
Hartmut (Elmar Wepper) fällt aus allen Wolken, als ihn Christa nach 30 Ehejahren verlässt. Von einem Tag auf den anderen muss er sein Leben neu ordnen und gestalten – für den mürrischen Taxifahrer wahrlich keine leichte Aufgabe, hat er sich doch hinter einem Panzer aus Vorurteilen, Selbstgenügsamkeit und Ablehnung gegenüber Fremdem und Neuem verschanzt. In dieser Situation setzt ihm das Schicksal auch noch die 6-jährige Türkin Hayat (Mercan Türkoglu) ins Taxi. Das quirlige Mädchen spricht kaum Deutsch und ist auf Hartmuts Hilfe angewiesen.
In KRIEGERIN liefern „Alina Levshin (...) und Jella Haase (...) eine grandiose darstellerische Leistung, die den inneren Kampf zwischen Hass, Hilflosigkeit und der Suche nach Halt reflektiert. Die Inszenierung ist authentisch, vor allem durch die Fokussierung auf die Dynamik innerhalb der Clique. (...) Viele subtile Andeutungen lassen Raum für eigene Schlüsse. Kraftvoll und beängstigend nah – ein wichtiger deutscher Film.“ (aus der Jurybegründung zur Vergabe des FBWPrädikats „besonders wertvoll“) Ausgezeichnet u. a. mit drei „Deutschen Filmpreisen“ 2012 in den Kategorien „Bester Spielfilm“ (Filmpreis in Bronze), „Beste Hauptdarstellerin“ (Alina Levshin), und „Bestes Drehbuch“.
Die in einer ostdeutschen Kleinstadt lebende Marisa (Alina Levshin) ist Anfang 20, hasserfüllt und hochaggressiv. Als respektiertes Mitglied einer rechtsextremen Clique, die von ihrem Freund Sandro angeführt wird, pöbelt sie gegen Ausländer, Politiker, Polizisten und all die anderen, denen sie die Schuld daran gibt, dass alles um sie herum den Bach runtergeht. Und sie schlägt zu, wenn sie jemand nur schief ansieht. Dann muss Sandro ins Gefängnis und die aus bürgerlichen Verhältnissen stammende, 15-jährige Svenja (Jella Haase) schickt sich an, Marisa den Rang innerhalb der Clique abzulaufen. Zudem kommt es zu einem Zwischenfall mit zwei jungen Asylbewerbern, der schließlich Marisas Weltbild ins Wanken geraten lässt.