11. Juni 2012, 10:47 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Mit „Türkisch für Anfänger“ setzt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag/Montag, 17./18. Juni, sowie Mittwoch, 20. Juni, seine Monatsreihe „Filmjahr national“ fort. In der gleichen Reihe folgt am Dienstag, 19. Juni, „Ruhm“ von Isabel Kleefeld.
Die Filme laufen am Sonntag um 12.45 Uhr sowie am Montag und Dienstag um 18 und 20.30 Uhr im Schauburg Filmpalast. Mittwoch beginnt die Vorstellung um 19.30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf.
Der Eintritt kostet normal 4 Euro für eine Vorstellung bzw. 36 Euro für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
Der Spielfilm zur erfolgreichen TV-Serie TÜRKISCH FÜR ANFÄNGER, mit dem Serienschöpfer und –autor Bora Dagtekin sein Regiedebüt gibt, vereint alle bekannten Charaktere in einer erfischend ungenierten Komödie, die die turbulente Vorgeschichte der deutsch-türkischen Patchworkfamilie erzählt. Ganz bewusst werden hier Klischees und Vorurteile ausgespielt, um sie genussvoll durch den Kakao zu ziehen. „Ein herrlich (selbst)ironischer Kinospaß.“ (KULTURKUBUS).
Lena (Josefine Preuß) hat es nicht leicht: Vom Leben frustriert und von einer antiautoritären Erziehung traumatisiert, verdonnert ihre Mutter, Psychotherapeutin und Berufsjugendliche, sie zu einem Urlaubstrip nach Südostasien. Bereits im Flugzeug werden Lenas schlimmste Befürchtungen wahr: Sie sitzt ausgerechnet neben dem wandelnden Testosteronpaket Cem (Elyas M’Barek). Deutsche Emanzipation trifft auf türkischen Machismo! Die Katastrophe ist perfekt, als das Flugzeug notwassern muss und Lena sich plötzlich mit Cem und seiner streng religiösen Schwester auf einer einsamen Insel wiederfindet. Während die Gestrandeten den Schlagabtausch im unberührten Paradies eröffnen, treffen deren ungleiche Eltern bei der Suche nach ihnen in einer Hotelanlage aufeinander.
Basierend auf Daniel Kehlmanns Roman hat die für ihre Fernsehfilme mehrfach prämierte Regisseurin Isabel Kleefeld (SCHLAFLOS; ARNIES WELT) mit „Ruhm“ einen prominent besetzten, raffiniert ineinander verwobenen und komplexen Episodenfilm entworfen, der ebenso humorvoll wie ergreifend um Zufälle, Identitätskrisen, Verlusterfahrungen und Sehnsüchte kreist. Ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“.
Ein Elektrotechniker (Justus von Dohnányi), der in die Rolle eines anderen schlüpft; ein Filmstar (Heino Ferch), der seiner Berühmtheit zu entfliehen versucht; ein Schriftsteller (Stefan Kurt), dessen Freundin (Julia Koschitz) es nicht erträgt, als Romanfigur zu fungieren; ein Internetblogger (Axel Ranisch), der davon träumt, eben jene Romanfigur kennenzulernen; eine Krimiautorin (Gabriela Maria Schmeide), die zu einer wahren Odyssee aufbricht; eine todkranke Frau (Senta Berger), die nach Erlösung sucht – sechs Geschichten mit ganz unterschiedlichen Charakteren, deren Wege sich kreuzen sollen.