18. Juni 2012, 10:59 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Weiterhin steht das „Filmjahr national“ auf dem Programm des Kommunalen Kinos (KoKi) Gelsenkirchen. Am Sonntag/Montag, 24./25. Juni, sowie am Mittwoch, 27. Juni, läuft „Barbara“ von Christian Petzold. Am Dienstag, 26. Juni, folgt „Die vierte Macht“ von Dennis Gansel.
Die Filme laufen am Sonntag um 12.45 Uhr sowie am Montag und Dienstag um 18 und 20.30 Uhr im Schauburg Filmpalast. Mittwoch beginnt die Vorstellung um 19.30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf.
Der Eintritt kostet normal 4 Euro für eine Vorstellung bzw. 36 Euro für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
Gleichzeitig zurückhaltend und präzise beobachtet Regisseur Christian Petzold (DIE INNERE SICHERHEIT; YELLA) in „Barbara“ den Entwicklungsprozess der von Nina Hoss brillant verkörperten Titelfigur, um ein subtiles, vielschichtiges Drama entstehen zu lassen, dessen gesellschaftliche und politische Bedingungen sich ganz unaufdringlich über einen persönlichen Konflikt vermitteln. „(Hier sind) keine Geste, kein Wort, keine Kamerabewegung zu viel (...). Jede Szene dauert keine Sekunde länger, als sie muss, und jede Szene ist ein eigener kleiner Spannungsbogen für sich.“ (DIE WELT) Ausgezeichnet u. a. bei der Berlinale 2012 mit dem „Silbernen Bären“ für die „Beste Regie“ sowie mit einem „Deutschen Filmpreis“ 2012 in der Kategorie „Bester Spielfilm“ (Filmpreis in Silber).
Die DDR im Sommer 1980. Nachdem die Ärztin Barbara (Nina Hoss) einen Ausreiseantrag gestellt hat, wird sie aus der Hauptstadt in ein Provinzkrankenhaus strafversetzt. Fortan steht sie unter ständiger Beobachtung der Stasi. Misstrauisch und distanziert begegnet sie den neuen Kolleginnen und Kollegen, insbesondere dem hilfsbereiten und charmanten Chefarzt André (Ronald Zehrfeld). Barbara ist fest entschlossen, das Land zu verlassen – ihr westdeutscher Geliebter bereitet längst die Flucht vor. Aber je näher sie André kennenlernt, desto mehr stellt sie vermeintliche Gewissheiten in Frage.
Für das Kino produzierte Genrefilme aus Deutschland haben Seltenheitswert. Umso erfreulicher ist es, dass Regisseur Dennis Gansel (DIE WELLE) mit „Die vierte Machte“ nun einen ästhetisch versierten, atmosphärisch dichten und blendend unterhaltenden Verschwörungsthriller auf die Leinwand bringt, der sich – vor allem aufgrund des professionellen Inszenierungsstils – definitiv nicht vor internationalen Gattungsvertretern verstecken muss. Ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“; nominiert für einen „Deutschen Filmpreis“ 2012 in der Kategorie „Beste Kamera“.
Den desillusionierten Berliner Boulevardjournalisten Paul (Moritz Bleibtreu) zieht es nach Moskau, wo er die Klatschspalten eines erfolglosen Magazins beleben soll. An der Seite des einheimischen Fotografen Dima (Max Riemelt) genießt er zunächst die Party- und Promiwelt in der russischen Metropole und verhilft dem Blatt schnell zu neuem Glanz – bis vor seinen Augen ein regimekritischer Kollege erschossen wird. Kurz darauf lernt er die attraktive Journalistin Katja (Kasia Smutniak) kennen, die ihn dazu motiviert, einen Nachruf auf den Ermordeten zu veröffentlichen. Noch ahnt Paul nicht, dass er damit eine Kette von gefährlichen Ereignissen auslöst.