11. Juli 2025, 14:19 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Paulina Günther, Dr. Martina Grudzielanek (beide Referat Umwelt), Tobias Unterbäumer (AGG Gelsenkanal), Dr. Uta Willim (Referatsleiterin Wirtschaftsförderung) und Dr. Judith Schröder (Institut für Urban Pubilc Health der Universitätsmedizin Essen). Bildrechte: Andreas Weiss
GE. Wie wirken sich Klimawandel, Hitzewellen und Starkregen auf Unternehmen aus? Welche Rolle spielt das Stadtklima für das betriebliche Umfeld? Und wie kann sich die Wirtschaft auf kommende Herausforderungen vorbereiten? Diese Fragen standen im Fokus des Gelsenkirchener Unternehmenstreffs, der unter dem plakativen Titel „Stadtklima = Betriebsklima?“ stattfand. Rund 80 Unternehmerinnen und Unternehmer diskutierten mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Verwaltung und Praxis die Auswirkungen des sich verändernden Klimas auf den Wirtschaftsstandort Gelsenkirchen – und auf die Arbeitsbedingungen innerhalb von Betrieben.
Den Auftakt machte Dr. Martina Grudzielanek vom Referat Umwelt der Stadt Gelsenkirchen. In ihrem Impuls beleuchtete sie die aktuellen klimatischen Entwicklungen in Gelsenkirchen und erläuterte, wie sich die Stadt mit Hilfe moderner Umweltsensorik auf zunehmende Hitze- und Starkregenereignisse vorbereitet.
Dr. Judith Schröder vom Institut für Urban Pubilc Health der Universitätsmedizin Essen folgte mit einem wissenschaftlichen Beitrag zu den gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels auf Beschäftigte. Sie zeigte praxisnah auf, welche konkreten Risiken mit erhöhten Temperaturen und Luftverschmutzung verbunden sind und welche betrieblichen Präventionsmaßnahmen sinnvoll sind.
Zum Abschluss des fachlichen Teils informierten Tobias Unterbäumer (AGG Gelsenkanal) und Paulina Günther (Referat Umwelt) über bestehende Förderprogramme zur Klimaanpassung, von denen auch kleine und mittlere Unternehmen profitieren können. Sie machten deutlich: Mit Förderquoten von bis zu 90 Prozent können Investitionen in die klimaresiliente Zukunft betriebswirtschaftlich sinnvoll und nachhaltig gestaltet werden.
Dr. Uta Willim, Leiterin des Referats für Wirtschaftsförderung, zog ein positives Fazit: „Die Vorträge haben deutlich gemacht, dass der Klimawandel längst auch ein betriebswirtschaftliches Thema ist. Unternehmen müssen nicht nur reagieren, sondern proaktiv vorsorgen – baulich, organisatorisch und mit Blick auf die Gesundheit ihrer Beschäftigten. Der Unternehmenstreff hat gezeigt, wie wichtig der fachliche Austausch dazu ist – und welche konkreten Möglichkeiten es gibt, sich zukunftssicher aufzustellen.“
Im Anschluss an das Programm nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit zum weiteren Austausch in lockerer Atmosphäre – bei Currywurst, Eis und Gesprächen unter Kolleginnen und Kollegen.
In diesem Rahmen konnten die positiven Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in konkrete nächste Handlungsschritte überführt werden. Darunter die Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten zur Anpassung an den Klimawandel in Verknüpfung mit der Wahrnehmung der vorgestellten Fördermittel.
Begeistern konnte sich das Publikum insbesondere für ein durch die EGLV bzw. das Klima.Werk zur Verfügung gestelltes anschauliches Exponat einer Dachbegrünung.
Das Referat Wirtschaftsförderung bedankt sich beim Sozialwerk St. Georg e.V. für die Bereitstellung des Veranstaltungsortes und des Caterings.
Bildunterschrift: Paulina Günther, Dr. Martina Grudzielanek (beide Referat Umwelt), Tobias Unterbäumer (AGG Gelsenkanal), Dr. Uta Willim (Referatsleiterin Wirtschaftsförderung) und Dr. Judith Schröder (Institut für Urban Pubilc Health der Universitätsmedizin Essen)
Fotos: Andreas Weiss