16. Juli 2012, 10:45 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. In seiner Monatsreihe „Filmjahr international“ stehen beim Kommunalen Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag und Montag, 22./ 23. Juli, sowie Mittwoch, 25. Juli, der französische Spielfilm „Nathalie küsst“ und am Dienstag, 24. Juli, der britische Spielfilm „Shame“ auf dem Programm.
Die Filme laufen am Sonntag ab 12:45 Uhr sowie am Montag und Dienstag ab 18 und 20:30 Uhr im Schauburg Filmpalast. Die Vorstellung am Mittwoch findet ab 19:30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf statt. Der Eintritt kostet normal 4 Euro für eine Vorstellung beziehungsweise 36 Euro für die 10er-Karte. Schüler und Studenten sowie GE-Pass-Inhaber erhalten Ermäßigungen.
Nach David Foenkinos’ Roman, den der französische Autor zusammen mit seinem Bruder Stéphane mit „Nathalie küsst“ verfilmt hat, ist eine leichtfüßige Tragikomödie entstanden, die berührende und humorvolle Momente zu einer warmherzigen Geschichte über Trauer, Hoffnung und Liebe verbindet. Der Film wurde ausgezeichnet mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW) und nominiert für zwei „Französische Filmpreise“ 2012 („Bestes Regiedebüt“ und „Bestes adaptiertes Drehbuch“).
Als Nathalies (Audrey Tautou) innig geliebter Ehemann bei einem Unfall ums Leben kommt, bricht für die junge Frau eine Welt zusammen. Sie schottet sich vollkommen ab und kennt über Jahre nur noch ihren Beruf – bis sie aus heiterem Himmel den schüchternen, unscheinbaren Arbeitskollegen Markus (François Damiens) leidenschaftlich küsst. Am Tag darauf will Nathalie von dem für sie unerklärlichen Vorfall nichts mehr wissen, aber Markus scheint Feuer gefangen zu haben.
In präzise komponierten Bildern zeichnet der zweite Spielfilm, „Shame“, des renommierten britischen Fotografen und Videokünstlers Steve McQueen (HUNGER) das schonungslose Psychogramm eines sexbesessenen Mannes, dessen gefühlskaltes, sorgfältig auf Triebbefriedigung abgestimmtes Leben aus den Fugen gerät. Ausgezeichnet unter anderem beim Filmfestival in Venedig 2011 mit dem Preis für den „Besten Hauptdarsteller“ (Michael Fassbender) sowie mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“.
Der smarte New Yorker Brandon (Michael Fassbender) ist Mitte 30, hat einen gut bezahlten Job und bewohnt ein luxuriöses Apartment. Doch hinter der Fassade verbirgt sich ein einsamer Charakter, der seine innere Leere zwanghaft durch kurze Sexabenteuer und Internetpornografie zu kompensieren versucht. Brandons von der Sucht nach Befriedigung strukturierte Existenz wird empfindlich gestört, als ihn seine psychisch labile Schwester Sissy (Carey Mulligan) unerwartet aufsucht und emotionale Nähe einfordert.