30. Juli 2012, 13:53 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Ganz nah an ihren Protagonistinnen sind die fünf Beiträge zur KoKi-August-Hauptreihe „Frauenporträts“, die nicht nur mit starken Darstellerinnen den psychologischen Befindlichkeiten von historisch verbürgten bzw. real existierenden Frauen nachspüren, sondern auch die jeweiligen zeitgeschichtlichen Hintergründe beleuchten. Dadurch entstehen vielschichtige, fesselnde weibliche Charakterstudien, über die sich ausgesprochen erhellende Erkenntnisse vermitteln – garantiert nicht nur für Frauen.
Bevor die Monatsreihe startet zeigt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen in seiner Standardreihe „Neuer Deutscher Film“ am Sonntag/Montag, 5./6. August, im Schauburg Filmpalast sowie am Mittwoch, 8. August, in der Gesamtschule Ückendorf den deutsch-russischen Film „Ausgerechnet Sibirien“.
Das erste „Frauenporträt“ steht mit „The Lady – Ein geteiltes Herz“ am Dienstag, 7. August, in der Schauburg auf dem Programm.
Die Monatsreihe „Frauenporträts“ wird fortgesetzt mit „Die Eiserne Lady“ am 12./13./15. August, „My Week with Marilyn“ am 19./20./22. August, „Die Königin und der Leibarzt“ am 21. August sowie „Leb wohl, meine Königin“ am 28. August.
Außerdem präsentiert das KoKi als „Neuen Dokumentarfilm“ am 17. August „Marley“ und als „Autorenfilm“ am 26./27./29. August „Moonrise Kingdom“.
Die Film laufen im Schauburg Filmpalast sonntags um 12:45 Uhr und montags/dienstags um 18 und 20:30 Uhr sowie in der Gesamtschule Ückendorf mittwochs um 19:30 Uhr. Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
Nach dem großen Erfolg von VINCENT WILL MEER ist Regisseur Ralf Huettner (DIE MUSTERKNABEN) mit „Ausgerechnet Sibirien erneut ein warmherziges, tragikomisches Roadmovie gelungen, das – basierend auf Michael Ebmeyers Roman „Der Neuling“ – bis in die eindrucksvollen Weiten der sibirischen Tundra führt, um mal skurril-witzig, mal melancholisch vom unerwarteten Selbstfindungstrip eines emotional verkümmerten Mannes zu erzählen. Offizieller Beitrag zum „goEast-Festival“ in Wiesbaden 2012.
Das hat Matthias Bleuel (Joachim Król) gerade noch gefehlt: Kurz nach der Scheidung von seiner Ehefrau (Katja Riemann) erhält der biedere, pedantische Logistiker eines Leverkusener Modeversandhandels den Auftrag, die winzige Firmenfiliale im sibirischen Kemerovo auf Vordermann zu bringen. Zu Bleuels Leidwesen ist schon die Anreise ein echtes Abenteuer, ganz zu schweigen von den Schwierigkeiten, die ihn vor Ort erwarten, denn die russischen Kolleginnen und Kollegen nehmen es mit der Arbeit nicht ganz so genau. Obwohl man dem deutschen Spießer – nicht zuletzt dank der kreativen Übersetzungen eines jungen Dolmetschers – herzlich begegnet, will Bleuel die ungeliebte Mission schnellstmöglich hinter sich bringen, bis er bei einem Straßenfest dem Zauber einer Kehlkopfsängerin verfällt.
Basierend auf Gesprächen mit zahlreichen Wegbegleitern der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi hat Luc Besson (IM RAUSCH DER TIEFE; LEON – DER PROFI) eine bewegende, leidenschaftliche Hommage an eine außergewöhnliche Frau inszeniert, die ihr persönliches Glück dem friedlichen Kampf um Gerechtigkeit und Demokratie unterordnete. Offizieller Beitrag zu den Filmfestivals in Toronto, Los Angeles, Mill Valey, Rom und Stockholm (alle 2011).
Ende der 1980er-Jahre lebt Aung San Suu Kyi (Michelle Yeoh), die Tochter eines ermordeten birmanischen Volkshelden, mit ihrem geliebten britischen Ehemann Michael (David Thewlis) und den beiden gemeinsamen Söhnen in Oxford. Als Aung Sans Mutter einen Schlaganfall erleidet, kehrt sie nach Birma (heute Myanmar) zurück. Dort herrscht ein totalitäres Militärregime, das erbarmungslos gegen den wachsenden Protest der Bevölkerung vorgeht. Aung San übernimmt den Vorsitz der neu gegründeten demokratischen Partei NLD und führt trotz aller Drohungen einen unermüdlichen Wahlkampf, bei dem sie zum gewaltlosen Widerstand aufruft, ehe sie das Militär unter Hausarrest stellt. Der Kontakt zu Michael und den Kindern wird eingeschränkt – und bald sogar komplett verboten.