06. August 2012, 10:56 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. In seiner Monatsreihe „Frauenporträts“ präsentiert das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag/Montag, 12./13. August, im Schauburg Filmpalast sowie am Mittwoch, 15. August, in der Gesamtschule Ückendorf der britischen Spielfilm „Die Eiserne Lady“.
In der Reihe „Neuer Dokumentarfilm“ folgt am Dienstag, 17. August, „Marley“ in der englischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
Die Filme laufen im Schauburg Filmpalast sonntags um 12:45 Uhr und montags/dienstags um 18 und 20:30 Uhr sowie in der Gesamtschule Ückendorf mittwochs um 19:30 Uhr. Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
Phyllida Lloyds (MAMMA MIA!) intimes Porträt „Die Eiserne Lady“ einer der einflussreichsten, aber auch umstrittensten Frauen des 20. Jahrhunderts überzeugt vor allem durch die grandiose Leistung der Ausnahmeschauspielerin Meryl Streep, die sich nahezu perfekt Margaret Thatchers Mimik, Gestik und Manierismen angeeignet hat. Ausgezeichnet u. a. mit zwei „Oscars“ („Beste Hauptdarstellerin“ und „Bestes Make-Up“) und einem „Golden Globe“ („Beste Hauptdarstellerin – Drama“) sowie von der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW) mit dem Prädikat „besonders wertvoll“.
Die ehemalige britische Politikerin Margaret Thatcher (Meryl Streep) ist inzwischen an Demenz erkrankt und führt Gespräche mit ihrem längst verstorbenen Ehemann Denis. Auf Drängen der gemeinsamen Tochter beginnt sie endlich, Denis’ Hinterlassenschaften auszusortieren. Dabei kehren die Erinnerungen zurück – an die Liebe zu Denis und an die Stationen einer erstaunlichen politischen Karriere. Margaret Thatcher wurde Vorsitzende der „Conservative Party“ und schließlich sogar die erste Premierministerin des Vereinigten Königreichs. Stets musste sie gegen die Vorurteile der männlichen Kollegen ankämpfen und sich behaupten. Durch ihre Unnachgiebigkeit und ihre restriktive Politik erhielt sie bald den Spitznamen „Eiserne Lady“.
Robert Nesta Marley alias Bob Marley liebte Frauen, Fußball und Marihuana und war ein überzeugter Anhänger der religiösen Rastafari-Bewegung. An erster Stelle jedoch stand die Musik. Sie ermöglichte dem 1945 geborenen Sohn eines britischen Offiziers und einer Jamaikanerin den Ausweg aus bitterer Armut in den Townships von Kingston. Mit seiner Band „The Wailers“ verhalf der gefeierte Sänger, Gitarrist und Songwriter dem Reggae zu weltweiter Bekanntheit und kreierte zeitlose Hits wie „No Woman, No Cry“, „I Shot the Sheriff“ oder „Stand Up, Get Up“. Obwohl Marleys Texte überwiegend eine friedliche spirituelle Botschaft vermitteln, wurden sie häufig politisch und/oder sozialkritisch interpretiert. Dadurch avancierte Marley auch zur Identifikationsfigur der Unterdrückten. All diese Facetten beleuchtet Regisseur Kevin Macdonald (EIN TAG IM SEPTEMBER; DER LETZTE KÖNIG VON SCHOTTLAND) in seinem akribisch recherchierten Dokumentarfilm, der anhand einer Vielzahl bislang unbekannter Konzert- und Privataufnahmen sowie aufschlussreicher Interviews mit Familienmitgliedern, Kollegen und Weggefährten das umfassende, faszinierende Porträt eines außergewöhnlichen Menschen zeichnet, ohne dabei Legendenbildung zu betreiben. Offizieller Beitrag zur Berlinale 2012 („Berlinale Special“).