27. August 2012, 09:52 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Für den September setzt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen den Schwerpunkt auf „Neue Dokumentarfilme“. Zunächst steht aber am Sonntag/Montag, 2./3. September, und Mittwoch, 5. September, „Kochen ist Chefsache“ als „Filmwunsch“ auf dem Programm. Am Dienstag, 4. September, läuft dann in der Hauptreihe des Monats „Ai Weiwei – Never Sorry“. In der Monatsreihe folgen dann „Deutschland von oben“ am 09./10. September, „Woody Allen – A Documentary“ am 18. und „Buck – Der wahre Pferdeflüsterer“ am 23:/34.
In der Reihe „Autorenfilm“ stehen „2 Tage New York“ (11./12.), „17 Mädchen“ (25./26.) sowie „Das Haus auf Korsika“ (30.9. und 1./2.10.) auf dem September-Programm. Als „Literatur im Film“ läuft „Dein Weg“ am 16,/17. und 19. September.
Die Vorstellungen finden sonntags um 12:45 Uhr sowie montags und dienstags um 18 und 20:30 Uhr im Schauburg Filmpalast, mittwochs um 19:30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf statt. Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
In seiner dritten Regiearbeit „Kochen ist Chefsache“ lässt der französische Schauspieler Daniel Cohen zwei sympathische Sturköpfe aufeinanderprallen, um eine köstliche kulinarische Komödie zu entwickeln, die aufgrund fein abgestimmter Zutaten – starke Darsteller und eine charmante Geschichte über Leidenschaft, Kreativität und Idealismus – richtig gut schmeckt. Offizieller Beitrag zur Berlinale 2012 (Reihe: „Kulinarisches Kino“).
Alexandre Lagarde (Jean Reno) zählt zu Frankreichs berühmtesten Sterneköchen – bewundert, erfolgreich, eine Legende. Seit kurzem steht er allerdings vor einem großen Problem: Der neue Geschäftsführer des Gourmetrestaurants, in dem er auf traditionelle Weise exquisite Gerichte zubereitet, plant Umstrukturierungsmaßnahmen und will den Maître durch einen jung-dynamischen Anhänger der Molekularküche ersetzen. Kein Wunder, dass Alexandre unter diesen Bedingungen die Ideen für neue Kreationen ausgehen. Hilfe verspricht er sich von Jacky (Michaël Youn), einem perfektionistischen, bisher verkannten Experten am Herd, den er nach einer zufälligen Begegnung kurzerhand engagiert.
Ai Weiwei, geboren 1957 in Peking als Sohn des regimekritischen Dichters und Malers Ai Qing, ist heute Chinas prominentester Gegenwartskünstler und gleichzeitig einer der schärfsten Kritiker der chinesischen Regierung. In seinem Werk, das u. a. Skulpturen, Gemälde, Fotografien, Filme, Installationen und Bücher umfasst, kommentiert er den Wandel im Reich der Mitte seit der wirtschaftlichen Öffnung und ruft gravierende Missstände wie etwa die Beschneidung der Meinungs- und Pressefreiheit, Verletzungen der Menschenrechte oder Korruption und Ausbeutung ins Bewusstsein. Darüber hinaus protestiert er regelmäßig via Twitter-Botschaften gegen Ungerechtigkeiten und macht über dieses Medium auch persönliche Repressalien seitens der chinesischen Behörden öffentlich bekannt. Die amerikanische Dokumentarfilmerin Alison Klayman hat für ihren Film „Ai Weiwei – Never Sorry“ den Künstler drei Jahre lang begleitet und aus dem umfangreichen Bildmaterial ein facettenreiches Porträt montiert, an dem sich das heutige China zwischen Willkür und Widerstand spiegelt. Ausgezeichnet beim Nantucket-Filmfestival 2012 mit einem Dokumentarfilmpreis; offizieller Beitrag zur Berlinale 2012 (Reihe: „Berlinale Special“).