29. August 2012, 10:29 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Der Verwaltungsvorstand der Stadt Gelsenkirchen hat sich am Dienstag unter der Leitung von Oberbürgermeister Frank Baranowski durch den Geschäftsführer des Integrationscenters für Arbeit in Gelsenkirchen (IAG), Reiner Lipka, über den Arbeitsmarkt berichten lassen. Dabei zog Reiner Lipka für das IAG als gemeinsame Einrichtung der Stadt und der Bundesanstalt für Arbeit eine positive Bilanz. So konnte landesweit die höchste Quote bei der Vermittlung von SGB II-Empfängern in Beschäftigungsverhältnisse erzielt werden.
Trotzdem gibt es noch immer Schwierigkeiten am Gelsenkirchener Arbeitsmarkt. Die Zahl der Arbeitsplätze in Gelsenkirchen sei weiter zu gering und der Anteil der SGB II-Bezieher mit 21,8 Prozent der Wohnbevölkerung ausgesprochen hoch, so Lipka.
Einig waren sich der Verwaltungsvorstand und die IAG Geschäftsführung, dass hier Instrumente wie der „Gelsenkirchener Appell“ erfolgreich sein können. Verschiedene Organisationen, Sozialpartner und Ratsfraktionen hatten darin den Bund und das Land NRW aufgefordert, einen sozial ausgerichteten Arbeitsmarkt für dauerhaft nicht vermittelbare Arbeitslose zusammen mit den örtlichen Akteuren in Gelsenkirchen aufzubauen.
Oberbürgermeister Frank Baranowski: „Gemeinsam sehen wir uns in der lokalen gesellschaftspolitischen Verantwortung, diesen Menschen über einen „Sozialen Arbeitsmarkt“ eine sinnstiftende, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu geben, so Teilhabe zu ermöglichen und damit wertschaffende Beiträge für die Stadtgesellschaft zu leisten.“
Reiner Lipka machte allerdings deutlich, dass derzeit auf Bundes- und Landesebene und bei der Bundesagentur für Arbeit die entsprechenden Programme fehlten und es schwierig sei, entsprechende Mittel für den „Gelsenkirchener Appell“ zu bekommen.
„Hier müssen wir eindringlich mit unseren Vertretern auf Bundes- und Landesebene reden“, konstatierte Oberbürgermeister Frank Baranowski. „Der „Soziale Arbeitsmarkt“ ist in meinen Augen ein wichtiges Instrument, eine Durchlässigkeit zum Ersten Arbeitsmarkt zur erreichen. Gelsenkirchen ist aufgrund der dargestellten Bedingungen in besonderer Weise darauf angewiesen, einen „Sozialen Arbeitsmarkt“ einzurichten. Eine Aufstockung der genannten Finanzierungsbeiträge ist jedoch notwendig.“