17. September 2012, 16:12 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Bereits zum dritten Mal in Folge wird Gelsenkirchen „Stadt der UN-Weltdekade“. Die Auszeichnung wird am kommenden Freitag vergeben – bei der UNESCO-Auftaktveranstaltung für Deutschland am:
Freitag, 21. September 2012, 12 bis 15.45 Uhr im Wissenschaftspark, Munscheidstraße 14,
45886 Gelsenkirchen.
Und nicht nur das: Die UNESCO gab heute die Nominierungen für den ersten deutschen Nachhaltigkeitspreis für Städte und Gemeinden bekannt. Neben Hamburg und Neumarkt ist Gelsenkirchen für den Sonderpreis „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) nominiert. „Gelsenkirchen realisiert trotz knappen Haushalts zahlreiche Bildungsinitiativen“, sagt Professor Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees zur UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und Jurymitglied. Der Preis wird am 6. Dezember 2012 in Düsseldorf vergeben.
Als erste Stadt im Ruhrgebiet erhielt Gelsenkirchen für die Jahre 2008/2009 die Auszeichnung als Stadt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. „Dass der Prozess von ersten Projekten bis zur strukturellen Verankerung so schnell ablief, ist ein Erfolg aller, die kontinuierlich daran gearbeitet haben. Es ist ein gelungenes Beispiel dafür, was bewegt werden kann, wenn ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger, Politik, Kirche, Wirtschaft, Kulturschaffende und die städtische Verwaltung eng zusammenarbeiten“, lobt Oberbürgermeister Frank Baranowski.
Was vor allem in der Anfangsphase des BNE-Prozesses von unten gewachsen ist, wird nun systematisch von der Stadt begleitet und gefördert sowie Neues initiiert. „Das neue städtische Referat Außerschulische Bildung mit der Stadtbücherei und der Volkshochschule hat BNE als Leitbild formuliert und mit ersten Planungen begonnen. Die neue Sekundarschule in Hassel soll in enger Zusammenarbeit mit der Bildungsoffensive im Stadtteil BNE zu einem festen Bestandteil im Schulprogramm machen“, erläutert Bildungsdezernent Dr. Manfred Beck. Sein Ziel sei alle Bildungsbereiche in Gelsenkirchen systematisch mit BNE zu verknüpfen – von der Grundschule bis zu den weiterführenden Schulen, aber auch in der Hochschule, im Erwachsenenbereich und in der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit.
Neun Ämter der Stadt, der Evangelische Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid, der Förderverein der Lokalen aGEnda 21, das aGEnda 21-Büro, die aGEnda Werkstatt mit ihren Arbeitskreisen sowie sechs Netzwerke von der Bildungsoffensive Hassel bis zur KreativWerkstatt für Kinder und Jugendliche mit 65 Netzwerkpartnern sind derzeit in Gelsenkirchen in Projekte und strukturelle Maßnahmen der BNE eingebunden.