26. September 2012, 10:49 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Der Verwaltungsvorstand unter der Leitung von Oberbürgermeister Frank Baranowski hat jetzt die Umsetzung des Stadtteilzentrums Hassel empfohlen. Demnach wird die Verwaltung den politischen Gremien vorschlagen, mit der Bürgerstiftung „Leben in Hassel“ einen Dauernutzungsvertrag für die Nutzung der Gebäude, des Grundstücks und der Infrastruktur der Ev. Lukas-Kirchengemeinde abzuschließen und die notwendigen Fördervoraussetzungen zu schaffen. Danach kann im Zuge einer geplanten Umgestaltung und Neuausrichtung das Gebäudeensemble des Ev. Lukas-Kirchengemeindezentrums zum Stadtteilzentrum weiterentwickelt werden.
Der Stadtteil Hassel im Gelsenkirchener Norden steht vor Herausforderungen, die aus dem anhaltenden Strukturwandel und der demografischen Entwicklung im Ruhrgebiet resultieren. Zusammen mit den angrenzenden Hertener Stadtteilen Bertlich und Westerholt bildet Hassel das Programmgebiet des gemeinsamen Interkommunalen Integrierten Handlungskonzeptes im Rahmen des Landesprogramms Soziale Stadt. Das Projekt „Stadtteilzentrum Hassel“ ist mit seiner sozialen und interkulturellen Ausrichtung sowie der Öffnung in die Stadtteile Herten-Bertlich und -Westerholt ein zentrales Projekt in diesem Handlungskonzept.
Im Rahmen der Zukunftswerkstatt Hassel haben die Evangelische Lukas-Kirchengemeinde und zahlreiche weitere engagierte Bürgerinnen und Bürger in Hassel ein Konzept für das Stadtteilzentrum in Gelsenkirchen-Hassel entwickelt. Die Vision der geteilten Verantwortung und Vernetzung im Stadtteil „vor Ort“ zwischen Religionsgemeinschaften, Wirtschaftsunternehmen, Stadtgesellschaft und Politik auf der Basis bürgerschaftlichen Engagements wird rechtlich, ökonomisch und strukturell bis in die stadtteilbezogene Trägerstruktur der Bürgerstiftung „Leben in Hassel“ hinein verwirklicht.
Neben der Fortführung der offenen Kinder- und Jugendarbeit sind im Stadtteilzentrum Hassel eine Fahrradwerkstatt, eine stärkere Vernetzung stadtteilrelevanter Beratungsdienstleistungen, die Ausweitung der Kulturveranstaltungen sowie eine Restauration als Integrationsbetrieb mit Mittagstisch, Catering und anderen Verköstigungsangeboten für Schulen, Kindertagesstätten, Senioreneinrichtungen und Stadtteilbewohner/innen die zentralen Bausteine.
Trägerin des Stadtteilzentrums wird die Bürgerstiftung „Leben in Hassel“ sein, die im September 2011 mit 51 Stiftern aus Bürgerschaft, Religionsgemeinschaften und Unternehmen mit einem Stiftungskapital von rund 60.000 Euro gegründet wurde. Im Dezember 2011 erfolgte die Anerkennung der Stiftung durch die Bezirksregierung Münster. Die Bestätigung der Gemeinnützigkeit der Stiftung durch die Oberfinanzdirektion Münster ist mittlerweile erfolgt.
Zur Gewährleistung des Betriebs des Stadtteilzentrums gründet die Bürgerstiftung eine Betreibergesellschaft in der Rechtsform einer gemeinnützigen Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH).