01. Oktober 2012, 10:54 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Die Beiträge zur KoKi-Oktober-Hauptreihe widmen sich ausgesprochen vielschichtig dem Thema „Älterwerden“ und spüren dabei insbesondere den psychologischen Befindlichkeiten ihrer authentischen Figuren nach.
Die Reihe startet am Sonntag/Montag/Mittwoch, 7./8./10. Oktober, mit dem deutschen Spielfilm „Bis zum Horizont, dann links!“. Es folgen „The Best Exotic Marigold Hotel“ am 23. Oktober und „Late Bloomers“ am 30. Oktober und 1. November. Fortgesetzt wird die aktuelle Reihe im November mit den Filmen „Und wenn wir alle zusammenziehen?“, „Wie beim ersten Mal“ und „Liebe“.
Außerdem im Programm ist am Dienstag, 9. Oktober, als „Literatur im Film“ der Klassiker „Die Hexen von Eastwick“. In der gleichen Reihe läuft am 14./15. Oktober „Der Vorname“. Außerdem sind zu sehen „Hasta la Vista – Pflücke das Leben!“ (16./17.) als Filmentdeckung, der Autorenfilm „Das Schwein von Gaza“ (21./22./24.) und als Filmwunsch „360“ (28./29.),
In der Spielstätte Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6, GE-Buer) beginnen die Vorstellungen sonntags um 12:45 Uhr sowie montags und dienstags um 18 und 20:30 Uhr. Mittwochs in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190, GE-Ückendorf) laufen die Vorstellungen – außer am „Tag der Deutschen Einheit“ – ab 19:30 Uhr.
Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
Mit einem glänzend aufgelegten Ensemble und sensiblem Gespür für die Gefühlswelten der Figuren hat Regisseur Bernd Böhlich mit „Bis zum Horizont, dann links!“ einen sympathischen, herzerwärmenden Film über Menschen auf dem Abstellgleis inszeniert, der geschickt realistische und märchenhafte Elemente zu einer klugen Tragikomödie verbindet und dabei die Lebenslust im Alter feiert. Ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“. — Bis zum Horizont, dann links!
Bewegungstherapien, Lesenachmittage, gemeinsames Essen im schlichten Speisesaal und dazu noch strenge Regeln – die ersten Eindrücke von ihrem neuen Zuhause, dem Seniorenheim „Abendstern“, sind für die stolze Annegret (Angelica Domröse) äußerst ernüchternd. Das kann Eckehardt (Otto Sander), der hier schon seit einiger Zeit lebt und dem tristen Alltag mit Sarkasmus begegnet, nur allzu gut verstehen. Ein wenig Abwechselung verspricht zumindest ein Rundflug in einer alten Propellermaschine, zu dem die Heimbewohner eingeladen werden. Eckehardt wittert eine einmalige Chance und übernimmt kurzerhand die Rolle des Kapitäns, auch um Annegret zu beeindrucken. Per demokratischer Abstimmung beschließt die Seniorengruppe die eigene Entführung und ändert den Kurs Richtung Mittelmeer.
George Millers blendend besetzte, mehrfach prämierte Kinointerpretation „Die Hexen von Eastwick“ der Romanvorlage von John Updike bietet ein im doppelten Sinne fantastisches Leinwandvergnügen, das satirisch gesellschaftliche Konventionen aufs Korn nimmt und eine turbulente Geschichte um weibliche Emanzipation erzählt. Das KoKi zeigt den modernen Filmklassiker aus dem Jahr 1987 anlässlich der Aufführung der Musicalvariante im „Musiktheater im Revier“ (Termine: www.musiktheater-im-revier.de). — Die engen Freundinnen Alexandra (Cher), Jane (Susan Sarandon) und Sukie (Michelle Pfeiffer) leben in dem erzkonservativen Provinznest Eastwick. Sie gelten als Außenseiterinnen, weil sie alle geschieden sind. Bei einem ihrer regelmäßigen Treffen kommt die verrückte Idee auf, einen Traummann heraufzubeschwören, der die Sehnsüchte der sexuell frustrierten Frauen erfüllen soll. Nur kurze Zeit später begegnet ihnen ein reicher, eloquenter Charmeur alter Schule (Jack Nicholson), der es geradezu teuflisch perfekt versteht, eine nach der anderen zu verführen .