11. Oktober 2012, 11:18 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. In seiner Reihe „Literatur im Film“ zeigt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag, 14. Oktober, um 12:45 Uhr sowie am Montag, 15. Oktober, 18 und 20:30 Uhr im Schauburg Filmpalast den französisch-belgischen Spielfilm „Der Vorname“. Das KoKi präsentiert am Dienstag, 16. Oktober, um 18 und 20:30 Uhr in der Schauburg sowie am Mittwoch, 17. Oktober, um 19:30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf den belgischen Film „Hasta la Vista – Pflücke das Leben“ als „Filmentdeckung“.
Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
Matthieu Delaportes und Alexandre de la Patellières Verfilmung „Der Vorname“ ihres gleichnamigen Theaterstücks bringt genüsslich die Fassade der bürgerlichen Kultiviertheit zum Einsturz, um eine dynamische, köstlich-bissige Gesellschaftskomödie entstehen zu lassen, die auf pointierte Weise schwelende Ressentiments und verdrängte Wahrheiten enthüllt. Ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“. — Vincent (Patrick Bruel) ist Anfang 40 und blickt zum ersten Mal Vaterfreuden entgegen. Bei einem Abendessen mit seiner Schwester (Valérie Benguigui), deren Ehemann (Charles Berling) und einem lang jährigen gemeinsamen Freund (Guillaume de Tonquédec) soll das bevorstehende Ereignis angemessen gewürdigt werden. Während alle auf Vincents junge Ehefrau (Judith El Zein) warten, kommt das Gespräch auf den Namen des Sprösslings. Vincent verkündet, dass er das Baby „Adolf“ nennen will – und löst damit einen Sturm der Entrüstung aus.
Unverkrampft und ohne falsche Sentimentalität entwirft Regisseur Geoffrey Enthoven mit „Hasta la Vista – Pflücke das Leben“ eine gleichsam witzige wie feinfühlige Tragikomödie, die vor allem durch die authentisch gezeichneten Charaktere überzeugt. „Ein außergewöhnliches, zu Herzen gehendes Plädoyer für Freundschaft und ein selbstbestimmtes Leben.“ (SZ) Ausgezeichnet beim „World Film Festival“ in Montréal 2011 mit dem „Großen Preis“. — Jozef ist fast blind, Philip vom Hals abwärts gelähmt und Lars aufgrund einer Tumorerkrankung an den Rollstuhl gefesselt. Die drei belgischen Mittzwanziger verbindet nicht nur eine tiefe Freundschaft, sondern auch die Sehnsucht, endlich ihre Unschuld zu verlieren. Aber wie sollen sie Frauen näherkommen, wenn sie ständig unter der Beobachtung von übervorsorglichen Helfern stehen? Als sie erfahren, dass in Spanien ein speziell auf Menschen mit Handicaps ausgerichtetes Bordell existiert, organisieren sie insgeheim einen klapprigen Kleinbus samt resoluter Fahrerin und brechen zu einer abenteuerlichen Reise auf.