12. Oktober 2012, 10:14 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. „Wenn ich den Turm des Rathauses Buer sehe, dann weiß ich, dass ich zu Hause bin“, sagt Urda Husemann. Für die 1938 in Gelsenkirchen-Buer geborene Rentnerin ist der buersche Rathausturm ein Wahrzeichen. Die Stadt hat dazu aufgerufen, Gedanken, Geschichten oder Fotos rund um das Rathaus Buer anlässlich des 100. Geburtstags zu schicken.
Ihre Kindheitserinnerungen hat Maria Teske aufgeschrieben. „Jedes Mal, wenn ich am Rathaus stehe, muss ich zu den vier großen, grünen Kugeln hinaufsehen. Dann schmunzele ich wehmütig und denke an meine Kindheit und meine Tante zurück“, schreibt sie. Die grünen Kugeln rund um den Rathausturm wurden ihr als Ersatz versprochen, sollte dem gerade erst von der Tante geschenkten Ball die Luft ausgehen. Dann nämlich wollte die Tante mit ihrer großen Schneiderschere die Kugeln abschneiden. Doch das wurde offenbar nicht nötig. Ein Blick nach oben zeigt: Die großen, grünen Kugeln sind noch immer da.
Heinz Wener ist in den Chroniken seines Großvaters auf Einträge gestoßen, die sich mit der Geschichte Buers befassen. Geschrieben sind sie in der damals gebräuchlichen Sütterlinschrift, die heute kaum noch jemand auf Anhieb entziffern kann. Am 25. April 1912 vermerkte der Großvater, ein Gastwirt aus dem benachbarten Westerholt: „Die neue Stadt Buer hat auch bald ein neues großes Rathaus erbaut. Dasselbe ist heute mit vielen Reden und Musik eröffnet.“ Offiziell gefeiert wurde dann noch einmal ein paar Monate später im September 1912.
Ein historisches Foto vom Richtfest des Rathauses steuerte die Gladbecker Türenfirma Püthe bei.
Noch bis Ende Oktober können Bürgerinnen und Bürger ihre Gedanken, Geschichten oder Fotos anlässlich des Geburtstags des Rathauses mit dem Stichwort 100 Jahre Rathaus Buer versehen an Post@gelsenkirchen.de oder per Post an Stadt Gelsenkirchen, Öffentlichkeitsarbeit, 45875 Gelsenkirchen schicken. Die schönsten und originellsten Einsendungen werden gesammelt und dann veröffentlicht.