18. Oktober 2012, 11:16 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Gerade der Bergbau suchte in den Wirtschaftswunderjahren dringend leistungsfähige und qualifizierte Bergleute, um den wachsenden Bedarf von Industrie, Gewerbe und Bevölkerung an Energie, und das hieß immer noch vorrangig an Steinkohle, decken zu können. Im Zeichen der Vollbeschäftigung war die harte Arbeit unter Tage indessen für viele nicht attraktiv. So lockten die Zechen mit zahlreichen Vergünstigungen, betrieblichen Sozialleistungen und guten Aufstiegschancen.
Dazu zeigt der Kulturraum „die flora“ (Florastraße 26, GE-Altstadt“) am Mittwoch, 24. Oktober um 19 Uhr den Nachwuchswerbefilm mit Spielfilmhandlung „Besuch im Ruhrgebiet“. Der Film wurde im Jahr 1957 für die Bergwerksgesellschaft Hibernia in Herne produziert und steht stellvertretend für eine ganze Reihe von Anwerbefilmen des Ruhrbergbaus aus dieser Zeit, sticht allerdings durch seine aufwendige Gestaltung und seine prominente Besetzung mit Akteuren des Bochumer Schauspielhauses hervor. Schrittweise versucht der Film, das schlechte Image des Bergmannsberufes und auch des Ruhrgebiets zu korrigieren – und manch einer wird sich vielleicht auch an seine eigene Jugend erinnern, als ihn dieser oder ein ähnlicher Anwerbefilm in den Bergbau und in das Ruhrgebiet gelockt hat.
Der Filmabend beginnt mit einer Einführung von Dr. Stefan Przigoda vom Montanhistorischen Dokumentationszentrum (montan.dok) beim Bergbau-Museum in Bochum. Nach der Filmvorführung kann diskutiert werden. Der Eintritt ist frei.
Veranstalter sind montan/dok/Deutsches Bergbau-Museum in Kooperation mit dem Kulturraum „die flora“ und der Bergbausammlung Rotthausen.