23. Oktober 2012, 14:08 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Nach einer aktuellen Veröffentlichung des Landesamtes für Information und Technik liegt die die Versorgungsquote bei der U3-Betruung bei 16,3 Prozent. Dieser Wert entspricht nicht der heute tatsächlich zur Verfügung stehenden Anzahl an Betreuungsplätzen. Darauf macht die Stadt Gelsenkirchen ausdrücklich aufmerksam.
Tatsächlich lag die Betreuungsquote in Gelsenkirchen zum Beginn des Kindergartenjahres 2012/2013 bei 27,2 Prozent. Das ist ein Unterschied von mehr als 10 Prozentpunkten.
Die Berichterstattung des Landesamtes für Information und Technik löst jährlich erneut Kritik der Kommunen aus, weil sie zu einem falschen Datum erhoben wird und eine falsche Datenbasis widerspiegelt. Entscheidend für die Eltern ist, wie viel Plätze zu Beginn eines Kindergartenjahres zur Verfügung stehen.
Ein Kindergartenjahr beginnt am 1. August 2012. Die Datenbasis des Landesamtes ist jedoch der 31. März 2012. Das Landesinstitut rechnet die Kinder, die bis zum 31. März 2012 drei Jahre geworden sind und einen U3-Platz nutzen, heraus.
Darüber hinaus ist die Statistik ein halbes Jahr alt und spiegelt die Situation des letzten Kindergartenjahres und nicht des aktuellen wider. Auch werden nur die tatsächlich belegten Plätze berechnet und nicht die angebotenen Plätze.
Die Stadt Gelsenkirchen unternimmt erhebliche Anstrengungen, um ein bedarfsgerechtes Angebot in den Tageseinrichtungen für Kinder vorhalten zu können.
Während im Kindergartenbereich die Versorgungsquote in den letzten Jahren gesamtstädtisch bereits immer schon bei rund 100 Prozent lag – und damit eine Bedarfsdeckung für diese Altersgruppe gegeben war – sind im Bereich der unter 3-jährigen noch zusätzliche Plätze zu schaffen.
Die Stadt Gelsenkirchen orientiert sich bei ihren Planungen zum U3-Ausbau an der Landesquote von 32 Prozent und wird diese Quote 2013/2014 auch erreichen.
In der Umsetzung befinden sich derzeit
• Neubaumaßnahmen in Schalke, Bulmke-Hüllen, Erle, Resse und Ückendorf
• Erweiterungen von bestehenden Einrichtungen in Bismarck, Buer, Resser Mark, Rotthausen
• Gruppenumwandlungen zugunsten von U3-Plätzen
• Ausbau der Kindertagespflege (insbesondere Großtagespflege)
Neben den städtischen Projekten sind auch freie Träger an dem Ausbau der U3-Plätze beteiligt.
Ein Blick zurück zeigt, welche Anstrengungen bereits unternommen wurden, um das Platzangebot zu verbessern.
Vor zehn Jahren lag die U3-Quote noch bei 1,9 Prozent. Damals konnten gerade einmal 131 Kinder betreut werden. Im August 2012 lag die Quote bei 27,2 Prozent, das Angebot konnte also auf 1682 Plätze (Kita und Kindertagespflege insgesamt) ausgebaut werden.
Damit hat Gelsenkirchen bereits in dem beschriebenen Zeitraum mehr als 1500 U3-Plätze einrichten können.
Mit Realisierung aller neuen Maßnahmen – die nochmals rund 320 Plätze umfassen – stehen dann in Gelsenkirchen etwa 2000 U3-Plätze zur Verfügung. Dies entspricht dann einer Quote von ungefähr 34 Prozent.