25. Oktober 2012, 11:27 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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„Auf das Selbstdenken kommt alles an ….“ Unter diesem Motto lädt der Lila Salon zu seiner nächsten Veranstaltung am Montag 5. November 2012, um 19 Uhr in das Bildungszentrum, Ebertstraße 19 ein.
Gibt es die Frauen einer Gesellschaft? Wahrscheinlich nicht. - Es gibt in der Türkei Frauen aus wohlhabenden Schichten, es gibt arme Frauen. Es gibt Erwerbstätige und nicht gezählte Arbeitslose. Es gibt Analphabetinnen und Professorinnen. Es gibt traditionalistisch religiöse Frauen, es gibt Feministinnen und es gibt sogar solche, die Religion und Feminismus gut vereinbaren können.
Während in der Westtürkei die Frauenerwerbsquote bei über 50 Prozent liegt, erreicht der Durchschnittswert des Landes knapp 25 Prozent. In der Geschäftswelt finden sich Frauen an der Spitze von Unternehmen. Gleichzeitig müssen sich derzeit Frauen gegen politische Bestrebungen wehren, die das Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch zukünftig wieder abschaffen möchten. Ein Land voller Gegensätze.
Gülay Kizilocak ist stellvertretende Direktorin des Zentrums für Türkeistudien. Sie wird über die facettenreiche türkische Gesellschaft und die Vielfalt und Ziele der Frauen referieren. Ihre Kenntnis sowohl der türkischen als auch der deutschen Kultur verspricht einen interessanten Abend. Die Philosophin Marit Rullmann übernimmt die Moderation.
Die Veranstalterinnen laden herzlich zu dem Abend ein und freuen sich über alle interessierten Frauen, die vielleicht sogar selbst noch informatives und spannendes über das Leben in der Türkei erzählen können.
Die Veranstaltung ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten unter Lila.Salon@web.de oder telefonisch unter 0209/1692508.
Der Lila Salon geht auf die Salonkultur im 18. und 19. Jahrhundert zurück. Zu den Veranstalterinnen gehören die VHS und die Gleichstellungsstelle der Stadt Gelsenkirchen, aGenda 21, das Referat Gender des Ev. Kirchenkreises und die Verbraucherzentrale Gelsenkirchen.