05. November 2012, 11:31 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Mit „Wie beim ersten Mal“ setzt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen an Sonntag, 11. November, und Montag, 12.November, sowie am Mittwoch, 14. November, seine Reihe „Älterwerden“ fort. Als „Neuer Deutscher Film“ steht am Dienstag, 13. November, „Was bleibt“ auf dem Programm.
Die Filme laufen sonn-, mon- und dienstags im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) und mittwochs in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190). Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
David Frankels charmante Komödie mit Tiefgang. „Wie beim ersten Mal, blickt erfrischend unverblümt auf die Beziehung eines älteren Ehepaars, dem Meryl Streep und Tommy Lee Jones ein ausgesprochen glaubwürdiges Gesicht verleihen. Ein vorzüglich gespielter, wunderbar warmherziger Film, der bei allem Humor die Figuren ernst nimmt und präzise deren Gefühlswelten transparent macht. Offizieller Beitrag zum Filmfestival in San Sebastián 2012. — Kay (Meryl Streep) und Arnold (Tommy Lee Jones) sind seit 30 Jahren verheiratet. Im Laufe der Zeit haben sich die beiden so sehr aneinander gewöhnt, dass mittlerweile jeder Tag einer fast choreographiert wirkenden Routine folgt. Das Feuer der Liebe ist längst erloschen. Doch insgeheim träumt Kate davon, dieses wieder zu entfachen. Arnold dagegen will einfach seine Ruhe. Schließlich hält es Kay nicht länger aus und nötigt den störrischen Arnold zu einer Reise in das romantische Städtchen Hope Springs, wo sie der berühmte Eheberater Dr. Bernie Feld (Steve Carell) erwartet. Arnold überhaupt dorthin zu bekommen, war schon schwierig genug, aber als es darum geht, den festgefahrenen Ehealltag auf den Kopf zu stellen und die Leidenschaft neu zu entdecken, beginnt für die beiden das eigentliche Abenteuer.
Erneut stellt Regisseur Hans-Christian Schmid mit „Was bleibt“ sein großes Gespür für nuancierte Charakterzeichnungen und authentische Stimmungen unter Beweis, wenn er im Rahmen eines sorgfältig komponierten, leisen und bewegenden Familiendramas Schicht für Schicht die Gefühle, Geheimnisse und Lebenslügen der von einem starken Ensemble verkörperten Figuren freilegt. Offizieller Wettbewerbsbeitrag zur Berlinale 2012; ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“. — Der Schriftsteller Marko (Lars Eidinger) glaubt, dass ihn ein entspanntes Wochenende erwartet, als er zusammen mit seinem kleinen Sohn die Wahlheimat Berlin Richtung Rheinland verlässt, um im elterlichen Haus an einem Familientreffen teilzunehmen, zu dem auch Markos jüngerer Bruder und dessen Freundin eingeladen sind. Gleich nach der Ankunft gibt der Vater (Ernst Stötzner) den lukrativen Verkauf des eigenen Buchverlags bekannt. Der anstehende Beginn eines neuen Lebensabschnitts soll nun in geselliger Runde gefeiert werden. Doch beim gemeinsamen Essen verkündet die Mutter (Corinna Harfouch) völlig überraschend, dass sie die Psychopharmaka abgesetzt hat und nicht daran denkt, diese wieder einzunehmen. Während Marko ihre Entscheidung respektiert, reagieren die anderen Familienmitglieder entsetzt. Mehr und mehr brechen unterschwellige Konflikte offen aus.