07. November 2012, 11:11 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. „Der Rauch verbindet die Städte nicht mehr“ ist der Titel des neuen Buchs von Andreas Rossmann, seit 1986 Feuilletonkorrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Nordrhein-Westfalen. Am Dienstag, 13. November, um 19:30 Uhr liest Rossmann aus seinem Buch im Kulturraum „die flora“ (Florastraße 26, GE-Altstadt).
Mit dem Buchtitel lehnt sich Andreas Rossmann an eine 1926 erschienene Reportage von Joseph Roth an. Und sagt damit zweierlei: Die Wirklichkeit und ihre Wahrnehmung haben sich geändert; das Ruhrgebiet sieht heute anders aus, und es ist neu zu betrachten. Wie nirgendwo sonst in Deutschland lässt sich hier gesellschaftlicher Wandel noch im großen Maßstab ablesen. Die Schwerindustrie, die von jeher unsere Vorstellungen des Reviers bestimmt hat, verliert ihre Prägekraft und gibt doch mehr her als nur eine historische Kulisse. Der Autor hat (nicht nur) die Internationale Bauausstellung Emscher Park (1989-1999) und die Europäische Kulturhauptstadt Ruhr 2010 journalistisch begleitet. Seine Erkundungen führen zu klassischen Sehenswürdigkeiten und kleinen Alltäglichkeiten, zu Museen und Monumenten, auf Halden und Hochöfen, Tribünen und Trinkhallen, sie fangen Szenen und Stimmungen ein. Aus vielen charakteristischen Mosaiksteinen entsteht das Portrait einer etwas anderen Kulturlandschaft, die in ihrer Vielfalt und Eigenheit noch zu entdecken ist.
Die Lesung wird moderiert von H. Peter Rose, bis 2000 Kulturdezernent in Gelsenkirchen.
Eintritt: 5,00 €, ermäßigt 3,00 €. – Info und Reservierung: (0209) 169 – 9105. Veranstalter sind der Kulturraum „die flora“ in Kooperation mit der Buchhandlung Junius.