15. November 2012, 11:20 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Mit Kindern über Tod zu sprechen, fällt vielen Erwachsenen schwer. Dies gilt für Mütter und Väter, wie auch für Erzieher und Erzieherinnen gleichermaßen. Das Projekt „Kinder, Tod und Lebensfreude“ fand in diesem Jahr wiederholt in der Städtischen Tageseinrichtung für Kinder Gustavstraße statt und sollte Kinder an die Themen Sterben, Abschied und Trauer heranführen sowie mit dem Ort „Friedhof“ vertraut machen.
Im Umgang mit dem Tod stand jedoch das Leben im Vordergrund: Was ist Lebensfreude? Was macht uns glücklich? Kinder konnten in diesem Rahmen gemeinsam über das Leben philosophieren, sowie ihre Gedanken und Wünsche äußern. Natürlich boten ein Friedhofsbesuch, eine künstlerische Auseinandersetzung und abschließend die Gestaltung eines Erinnerungsgartens reichlich Anlässe, um mit den Kindern über den Tod und das Leben zu sprechen.
Zum Abschluss des Projekts findet eine Einweihungsfeier des neugestalteten Erinnerungsgartens statt:
Am Donnerstag, 22. November 2012,
um 11.15 Uhr auf dem Außengelände der
Tageseinrichtung für Kinder Gustavstraße 13/15
Zu dem Fest mit Streuselkuchen und „Helva“ sind unsere Schulkinder, deren Eltern und alle Akteure des Projektes herzlich eingeladen. Die Süßspeise „Helva“, die auch Türkischer Honig genannt wird, wird übrigens in der Türkei – aber auch in der arabischen Tradition – bei Festen, besonders auch bei Beerdigungen, angeboten.
Weitere Auskünfte zu dem Projekt erteilt Frau Eroglu, Leiterin der Tageseinrichtung, unter Tel. 0209 66515 oder per E-Mail kita-gustav@gekita.de.
Der Projektverlauf
Den Projekteinstieg bildete eine Informationsveranstaltung für Eltern und Mitarbeiter. Andreas Mäsing, Geschäftsführer der Friedhofsgärtner Gelsenkirchen e.G., und Diplom-Pädagogin Birgit Mattern, begleiteten die Tageseinrichtung durch das Projekt.
Bei einem Besuch des Friedhofs Hassel-Oberfeldingen wurden den Kindern vor Ort Beerdigungsrituale, wie beispielsweise der Grabstein, erklärt. Neben den christlichen Beerdigungsbräuchen erläuterte Yasin Dogru, Imam der Moschee Am Freistuhl, den Kindern zudem die muslimischen Rituale bei einer Bestattung.
Im Anschluss reflektierten die Kinder malerisch und gestalterisch die Erlebnisse ihres Friedhofsbesuches. Sie malten ein „Wunschgrab“ und gestalteten selbst einen Erinnerungsgarten. Durch Vorleseaktionen und mit Bilderbüchern zum Thema „Tod“ wurde das der Gegenstand in der Tageseinrichtung vertieft.