19. November 2012, 11:24 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. In seiner Monatsreihe „Älterwerden“ zeigt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag, 25. November, um 12:45 Uhr sowie am Montag, 26. November, um 18 und 20:30 Uhr im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) den Spielfilm „Liebe“. Als „Filmwunsch“ folgt am Dienstag, 27. November, um 18 und 20:30 Uhr „Starbuck“.
Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
Inszenatorisch virtuos inszenierte der mehrfach prämierte österreichische Regisseur Michael Haneke mit „Liebe“ ein intensives, schonungslos realistisches und absolut packendes existenzialistisches Drama, das nicht zuletzt dank der brillanten schauspielerischen Leistungen von Jean-Louis Trintignant und Emmanuelle Riva noch lange nachhallt. Ausgezeichnet u. a. beim Filmfestival in Cannes mit der „Goldenen Palme“ sowie von der internationalen Kritikervereinigung „FIPRESCI“ mit dem Preis für den besten Film des Jahres (beide 2012). — Der pensionierte Musikprofessor Georg (Jean-Louis Trintignant) und die ehemalige Klavierlehrerin Anna (Emmanuelle Riva), beide über 80 Jahre alt, sind ein gut situiertes, glücklich verheiratetes Ehepaar. Sie genießen den gemeinsamen Ruhestand und begegnen sich mit Zärtlichkeit und Wertschätzung. Dann aber erleidet die stolze Frau kurz hintereinander zwei Schlaganfälle – der Beginn eines unaufhaltsamen Verfalls. Obwohl die Situation zunehmend prekärer wird, kümmert sich Georg aufopferungsvoll um seine geliebte Anna, denn er hat ihr versprochen, sie nach einer missglückten Operation nie wieder in ein Krankenhaus oder gar in ein Pflegeheim zu bringen
Aus einer skurrilen Ausgangssituation konstruierte der kanadische Regisseurs Ken Scott seine ebenso originelle wie einfühlsame und hintergründige Komödie „Starbuck“, die mit lakonischabsurdem Humor und realitätsnahen Figuren vom späten Reifungsprozess eines orientierungslosen Mannes erzählt. Offizieller Beitrag zu den Filmfestivals in Toronto und Valladolid (beide 2011). — Der 42-jährige David (Patrick Huard) scheut jegliche Verantwortung und lebt in den Tag hinein, wenn er nicht gerade als unzuverlässige Aushilfe im elterlichen Betrieb arbeitet. Über dringend notwendige Veränderungen macht sich der gutmütige Chaot kaum Gedanken – bis ihm seine Freundin Valerie (Julie LeBreton) eröffnet, dass sie ein Kind erwartet, welches sie definitiv allein großziehen will. Zu allem Überfluss wird David auch noch mit der eigenen Vergangenheit konfrontiert: Vor 20 Jahren war er unter dem Pseudonym „Starbuck“ gegen Bezahlung als Samenspender hochaktiv. Aus dieser „Tätigkeit“ sind 533 Kinder hervorgegangen, von denen nun 142 eine Sammelklage eingereicht haben, um die Identität ihres biologischen Vaters aufzudecken. David beschließt, inkognito einige der Sprösslinge kennenzulernen.