23. November 2012, 11:45 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Bis Ende Januar 2013 wird im Städtischen Museum Zittau die Ausstellung „Aus unserem Leben in die Freiheit – Lisa Tetzner und Kurt Kläber: Leben und Werk“ gezeigt. Die Ausstellung wurde vom Kulturraum „die flora“ erstellt und dort 2011 präsentiert.
In der sächsischen Stadt Zittau wurde Lisa Tetzner 1894 geboren. flora-Leiterin und Ausstellungskuratorin Wiltrud Apfeld freut sich sehr über das Interesse aus Zittau. Das Stadtmuseum plant, in einer zukünftigen Dauerausstellung der Autorin einen festen Platz einzuräumen und ggf. auch auf Material, dass im Zuge der Gelsenkirchener Recherchen zusammengetragen wurde, zurückzugreifen.
Zur Eröffnung der Ausstellung in Zittau hielt Dr. Cristina Rita Parau, die einen großen Teil der Ausstellungsrecherchen durchgeführt hat, einen Vortrag zu den beiden Autoren und zur Ausstellung.
Das Schriftstellerehepaar Lisa Tetzner (1894-1963) und Kurt Kläber (1897-1959, Pseud. Kurt Held) ist bis heute mit seinen sozialkritischen Kinder- und Jugendbüchern – darunter am bekanntesten „Die rote Zora“– auf dem Literaturmarkt vertreten. Aktivitäten im Umkreis der Wandervogelbewegung, längere Aufenthalte Anfang der 1920er Jahre im Ruhrgebiet, zahlreiche Kontakte zur linken Arbeiterliteraturszene und politische (Kultur-)Arbeit in Berlin schlugen sich in ihren Werken („Barrikaden an der Ruhr“, 1925; „Hans Urian“ 1931) nieder. Das 1933 zur Emigration gezwungene Paar ließ sich endgültig in Carona (Schweiz) nieder und setzte sich schon in den 1940er Jahren in seinen Jugendbüchern kritisch mit dem Nationalsozialismus auseinander.
Weitere Informationen unter www.die-flora-gelsenkirchen.de.