26. November 2012, 11:56 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Gelsenkirchen unterstützt am 30. November erneut die Aktion „Städte für das Leben - Städte gegen die Todesstrafe“. Die Anregung zu dieser Aktion kommt von Pfarrer Matthias Leineweber von der katholischen Gemeinschaft Sant´Egidio. Weltweit werden über 1.500 Städte in 87 Ländern, darunter 67 Hauptstädte, an diesem Tag repräsentative Gebäude illuminieren (z.B. das Kolosseum in Rom).
Andere Städte führen besondere Aktionen durch, so wird in Leipzig fünf Minuten vor jeder vollen Stunde die Glocke im Carl-Goerdeler-Denkmal geläutet. Mit diesen Gesten und einer Reihe von öffentlichen Veranstaltungen wollen die Organisatoren ihren Protest gegen die Unmenschlichkeit der Todesstrafe zum Ausdruck bringen. In Deutschland ist die Zahl der beteiligten Städte in diesem Jahr auf 147 angestiegen, darunter Berlin, Hamburg, Stuttgart, Bonn, Mönchengladbach, Schwerin, Bremen, Weimar, Bielefeld und zahlreiche kleinere Städte wie Winnenden, das vor einigen Jahren beim Amoklauf in der Schule eine schreckliche Tragödie erlebte.
In Gelsenkirchen wird an diesem Tag die Beleuchtung des Rathausturms symbolisch dem Kampf gegen die Todessstrafe gewidmet. Um die Aufmerksamkeit zu erhöhen, wird wie schon in den Vorjahren die markante blaue Beleuchtung für diese Aktion durch eine grüne Beleuchtung ersetzt. Oberbürgermeister Frank Baranowski hatte sich 2006 grundsätzlich für eine Beteiligung Gelsenkirchens an der Gemeinschaft „Städte für das Leben - Städte gegen die Todesstrafe“ ausgesprochen. Der Rat der Stadt folgte seinem Vorschlag und beschloss am 14. Dezember 2006, der Kampagne gegen die Todesstrafe beizutreten.
Die Gemeinschaft Sant’Egidio ist eine christliche Laienbewegung mit über 60.000 Mitgliedern in 70 Ländern der Welt, die sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzt. Sie hat unter Beteiligung zahlreicher Organisationen 2002 die Aktion "Städte für das Leben" gegründet. Der 30. November wurde für den Aktionstag gewählt, weil an diesem Tag im Jahr 1786 das Großherzogtum Toskana als erster Staat der Welt Folter und Todesstrafe für abgeschafft erklärte. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.santegidio.org