26. November 2012, 11:57 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen hat das Dezemberprogramm unter kein besonderes Monatsthema gestellt. Die Filmreihen, die das ganz Jahr über das Programm strukturieren, werden fortgesetzt. Das Monatsprogramm beginnt am Sonntag/Montag, 2./3. Dezember, mit dem deutschen Spielfilm „Heiter bis wolkig“. Als „Neuer Dokumentarfilm“ läuft am Dienstag/Mittwoch, 4./5. Dezember, „Speed – auf der Suche nach der verlorenen Zeit.
In der Woche darauf folgt am 9./10./12. Dezember als Filmwunsch „Und nebenbei das große Glück“ sowie am 11. Dezember „On the Road - Unterwegs“ in der Reihe „Literatur im Film“.
Mit „Die Wand“ folgt am 16./17./19. Dezember eine weitere Literaturverfilmung. Und „3 Zimmer / Küche / Bad“ steht als weiterer „Neuer Deutscher Film“ auf dem Programm.
Die Film werden sonn- bis dienstags in Schauburg Filmpalast und mittwochs in der Gesamtschule Ückendorf gezeigt. Sonntags beginnen die Vorstellungen um 12:45, montags und dienstags um 18 und 20:30 Uhr sowie mittwochs um 19:30 Uhr.
Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
Marco Petrys blendend besetzte, leichtfüßige Komödie mit Tiefgang, „Heiter bis wolkig“, hält „dank eines durchgängig feinen bis trockenen Humors und einer guten Portion Romantik (...) die Balance zwischen Tragik und Komik, ohne in Rührseligkeit zu verfallen oder aber das ernsthafte Sujet zu entwerten.“ (TEXTEZUMFILM.DE) Ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“. — Die besten Freunde Tim (Max Riemelt) und Can (Elyas M’Barek) haben eine perfide Masche entwickelt, um schöne Frauen aufzureißen: Abwechselnd geben sie den jeweils anderen als Sterbenskranken aus, dem die Auserwählten seinen größten Wunsch erfüllen sollen, noch einmal mit einer Frau zu schlafen. Die Mitleidsmasche funktioniert erstaunlich gut – bis Tim auf diese Weise die gutgläubige Marie (Anna Fischer) kennenlernt, deren Schwester Edda (Jessica Schwarz) tatsächlich an einer unheilbaren Krankheit leidet. Er verliebt sich in Marie, bringt es jedoch einfach nicht fertig, ihr zu gestehen, dass er eigentlich kerngesund ist. Die unberechenbare Edda durchschaut schnell das falsche Spiel, will allerdings nichts verraten, wenn Tim sie dabei unterstützt, ein paar Dinge zu regeln. Und so erlebt Tim schon bald die absurdesten Situationen.
Beschleunigung und Produktivitätssteigerung sind in fast allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens die dominierenden Ziele geworden. Durch immer raffiniertere Technologien und Effizienzmodelle sparen wir ständig Zeit. Trotzdem haben wir am Ende immer weniger davon. Warum eigentlich? Im Takt der elektronischen Kommunikationsmittel hetzen wir von einem Termin zum anderen, doch für die wirklich wichtigen Dinge wie Freunde und Familie scheint die Zeit nicht mehr zu reichen. Wer oder was treibt die Beschleunigung eigentlich an? Ist sie ein gesellschaftliches Phänomen oder liegt alles nur am mangelhaften Zeitmanagement des Einzelnen? — Diese spannenden Fragen beleuchtet Florian Opitz in seinem informativen und kurzweiligen Dokumentarfilm „Speed – auf der Suche nach der verlorenen Zeit“. Ausgehend von eigenen Beobachtungen, befragt der deutsche Regisseur Zeitmanagement-Experten, Therapeuten und Wissenschaftler nach den Ursachen und Auswirkungen der chronischen Zeitnot. Er spricht mit Unternehmensberatern und Finanzmarktakteuren über das Drehen an der Zeitschraube. Und er lernt Menschen kennen, die nach entschleunigten Alternativen zur allgegenwärtigen Rastlosigkeit suchen oder bereits aus ihrem ganz privaten Hamsterrad ausgestiegen sind. „Eine kluge Bestandsaufnahme unseres gehetzten Lebens, die ein komplexes, wichtiges Thema ebenso aufschlussreich wie unterhaltsam behandelt und zum Weiterdenken anregt.“ (DOKUKANAL) – Offizieller Beitrag zum „Filmfestival Max Ophüls Preis“ 2012; ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“.