07. Dezember 2012, 09:00 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. „Viele haben daran mitgewirkt und nur die Netzwerkarbeit vieler Organisationen hat es möglich gemacht, dass die Stadt Gelsenkirchen am heutigen Abend den Deutschen Nachhaltigkeitspreis „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ gewonnen hat“, brachte es Oberbürgermeister Frank Baranowski auf den Punkt.
Es war das erste Mal, dass die UNESCO diesen Preis an Städte und Gemeinden vergeben hat und Gelsenkirchen setzte sich gegen 118 Mitbewerber durch. Die UNESCO zeichnet mit dem Preis Kommunen aus, die im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten nachhaltige Stadtentwicklung betreiben und herausragende Projekte realisieren. Für den Sonderpreis nominiert waren auch Hamburg und die pfälzische Gemeinde Neumarkt.
„Bildung ist die beste Stadtentwicklungspolitik. Die Auszeichnung bestätigt, dass der eingeschlagene Weg konsequent auf Bildung zu setzen, der richtige ist.“, freut sich Oberbürgermeister Frank Baranowski über den Sonderpreis. Als typische Ruhrgebietskommune müsse auch Gelsenkirchen an vielem sparen. „An einem aber sparen wir nicht – und das ist eben der Bereich Bildung“, so Baranowski.
Aus der Hand von Christina Rau, der Ehefrau des verstorbenen Bundespräsidenten und langjährigen Ministerpräsidenten von NRW Johannes Rau, nahm Oberbürgermeister Frank Baranowski bei der Galaveranstaltung im Düsseldorfer Maritim-Hotel den Preis entgegen.
Bereits im Juni 2008 erklärte der Rat der Stadt einstimmig Bildung für nachhaltige Entwicklung zum Leitbild der Bildungsarbeit in Gelsenkirchen. Das Ziel ist wirtschaftlichen Fortschritt mit sozialer Gerechtigkeit und den Schutz der natürlichen Umwelt zu verbinden.
„Man muss die Menschen in einer immer komplexer werdenden Welt dazu befähigen, sowohl ihr eigenes Leben zu gestalten als auch Verantwortung für eine sozial gerechte und lebenswerte Welt zu übernehmen. Der Schlüssel dazu ist Bildung, eine Bildung für Nachhaltige Entwicklung“, ist Oberbürgermeister Baranowski überzeugt.
Bildung für Nachhaltige Entwicklung – das klingt erstmal sperrig. Doch wie lebendig und lebensnah das sein kann, zeigen zum Beispiel die Gelsenkirchener Färbergärten, das Umwelt-Diplom der Stadt oder Projekte wie Der Wald ist voller Wörter, bei dem Kinder spielerisch ihren Wortschatz erweitern.
An der diesjährigen Auszeichnungsveranstaltung haben u.a. NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, als Schirmherr Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble, Prof. Dr. Klaus Töpfer, Stararchitekt Lord Norman Foster und die UNESCO-Ehrenbotschafterin Claudia Cardinale teilgenommen. Für das musikalische Rahmenprogramm haben die "Die Prinzen" und Anna Depenbusch gesorgt. Mit dabei war auch die Hannoveraner Rockgruppe The Scorpions im Rahmen ihrer Abschiedstour.
Die Stadt Gelsenkirchen wurde am heutigen Abend durch Oberbürgermeister Frank Baranowski, Stadtrat Dr. Manfred Beck, Dr. Peter Bottermann (Volksbank Ruhr-Mitte), Michael Salisch (Referat Außerschulische Bildung / VHS), Dieter Heisig (Stellvertreter des Superintendenten des Evangelischen Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid), Sigrun Krümmel (1. Vorsitzende des aGEnda 21-Fördervereins), Niels Funke (Geschäftsführer des aGEnda 21-Fördervereins), Georg Nesselhauf (Sprecher des aGEnda 21-Arbeitskreises Natur), Renate Janssen (Internationaler Mädchengarten) und Werner Rybarski (Leiter aGEnda 21-Büro) vertreten.
Lesen Sie dazu auch die Kolumne von Oberbürgermeister Frank Baranowski unter http://www.gelsenkirchen.de/de/Rathaus/Mitteilungen/OB_Kolumne/default.asp?id=170