10. Dezember 2012, 16:00 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Seit heute ist es Gewissheit. Die Fahrzeugproduktion im Bochumer Opel-Werk soll nach Auffassung der General Motors Konzernleitung 2016 eingestellt werden. Nachdem bereits die TRW Automotive GmbH in Gelsenkirchen den Abbau von 150 Arbeitsplätzen angekündigt hat, werden auch in der Nachbarstadt Bochum bis zu 3000 qualifizierte Arbeitsplätze im Automobilbau wegfallen. Das würde auch viele Gelsenkirchener betreffen, die bei Opel arbeiten.
Angesichts dieser Meldungen zeigt sich Oberbürgermeister Frank Baranowski entrüstet über die Vorgehensweise der Unternehmen: „Es macht mich wütend, dass die Mitarbeiter und ihre Familien erneut die Fehler des Managements ausbügeln müssen. Ich empfinde das als ein Schlag ins Gesicht der Menschen.“
Dass heute die Entscheidung der Adam Opel AG mitgeteilt wurde, ohne dass ein Konzept für andere Entwicklungen vorgelegt wurde, macht die Entscheidung für den Gelsenkirchener Oberbürgermeister noch unverständlicher. Eine Teilfertigung in Bochum sei zumindest nicht die Lösung für eine ganze Region.
Die Mitarbeiter in Bochum hatten immer wieder auf Lohnzuschläge verzichtet und Verhandlungen über die Zukunft des Standortes zugesichert bekommen.
Frank Baranowski: „Wenn das Management jetzt offenbar keine Gespräche mehr führen will und die Schließung verkündet, ist das ein unglaublicher Vertrauensverlust. Ich kann die Wut der Beschäftigten verstehen.
Oberbürgermeister Frank Baranowski kündigte seine Solidarität mit den Beschäftigten an und rief gleichzeitig alle Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener auf, an der von der IG Metall Gelsenkirchen organisierten Demonstration und Kundgebung am Samstag, 15. Dezember 2012, ab 10 Uhr am Musiktheater im Revier teilzunehmen. Die Abschlusskundgebung findet anschließend am Heinrich König Platz statt.
Das Motto „Arbeitsplätze für unsere Region“ gelte gleichermaßen für Gelsenkirchen wie für Bochum.