11. Januar 2013, 11:08 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Um es gleich zu sagen: Es ist schön, heute im Ricarda-Huch-Gymnasium zu Gast zu sein. Und wenn ich mich so umschaue, dann kann ich mir ziemlich gut vorstellen, dass bald noch mehr Menschen hier zu Gast sein wollen. Oder hier lernen wollen. Dass bald noch mehr Eltern ihre Kinder auf diese Schule schicken möchten. Und das vielleicht nicht ganz allein wegen der freundlichen Räumlichkeiten, nicht nur wegen der ansehnlichen Aula, der schönen Mensa, des gut ausgestatten Hauses – denn das allein macht eine gute Schule noch nicht aus. Aber es gehört eben auch dazu. Und die materiellen Voraussetzungen für gutes Lernen: Hier sind sie vorhanden!
Dabei war die Sanierung des Ricarda-Huch-Gymnasiums keine ganz einfache Angelegenheit. Sie fand bei laufendem Schulbetrieb statt, noch dazu während des Übergangs von einem großen Teil der Schülerinnen und Schüler in den gebundenen Ganztag. Das zu bewerkstelligen, erforderte einiges an Improvisation. Da mussten Schulleitung, Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler oft genug unkonventionelle Lösungen suchen – und die Bauleitung vermutlich auch.
Aber das ist nun abgeschlossen. Und jetzt können Sie und wir alle sagen: Es hat sich gelohnt. Hier ist nicht bloß halbherzig investiert und saniert worden. Nein, hier wurde ein recht beachtlicher Betrag aus städtischen Mitteln aufgebracht und eingesetzt, fast 5,5 Millionen Euro, damit wir heute sagen können:Dieses Haus ist tatsächlich ein Schulgebäude auf der Höhe der Zeit!
In unserem bekanntermaßen recht knappen städtischen Etat macht sich eine solche Ausgabe, macht sich ein solches Projekt rasch bemerkbar. Zugleich ist es aber auch so:Eine echte Alternative dazu gab und gibt es in meinen Augen nicht. Wir müssen in Gelsenkirchen einfach in gute Schulen investieren. Wir müssen das tun, schon allein weil uns das jede einzelne Schülerin, jeder einzelne Schülerin wert sein sollte. Weil wir jeden jungen Menschen mit der bestmöglichen Bildung ausstatten wollen. Und wir tun das auch, weil es eine notwendige Investition in die gute Zukunft unserer Stadt ist – schließlich sind es ja die heutigen Schülerinnen und Schüler, die diese Zukunft gestalten werden!
Dafür ist jede einzelne Schule in Gelsenkirchen wichtig. Aber ein paar Dinge, die überall in unserer Stadt eine Rolle spielen, die werden hier am Ricarda-Huch-Gymnasium ganz besonders deutlich. Gerade, wo der Anteil der Kinder und Enkel von zugewanderten Frauen und Männern besonders groß ist; wo Kinder und Jugendliche aus 25 Ländern zum Unterricht kommen – gerade hier kommt es besonders darauf an, bestehende Bildungsbenachteiligungen in unserer Gesellschaft abzubauen!
Wenn wir nicht wollen, dass es allein vom Zufall der Herkunft abhängt – vom Geburtsort, Geldbeutel und Bildungsweg der Eltern – wie sich ein Kind entwickelt, welche Bildungs- und Arbeitsplatzchancen es einmal hat, wie gesund es ist – dann brauchen wir gute Schulen. Darum wäre es gut, wenn es uns gelingt, möglichst vielen jungen Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchenern die nötigen Kompetenzen für den Erwerb der Hochschulreife zu vermitteln. Und dieser Aufgabe nimmt sich das Ricarda-Huch-Gymnasium schon seit Jahren und Jahrzehnten mit viel Mut und Kreativität an.
Ich wünsche allen, die täglich in dieses sanierte Schulgebäude gehen, allen Lehrerinnen und Lehrern sowie allen Schülerinnen und Schülern, viel Freude am Lehren und Lernen – und möglichst viele spannende Bildungserlebnisse!
Glück auf!