06. Februar 2013, 10:48 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE: „Cloud Atlas“ dauert 172 Minuten. Das Kommunale Kino zeigt den Film in seiner Reihe „Literatur im Film“ deshalb zeitversetzt am Sonntag, 10. Februar, bereits um 12 Uhr sowie am Montag, 11. Februar, schon ab 17 bzw. 20 Uhr im Schauburg Filmpalast. In der Monatsreihe „Deutscher Geschichte(n)“ läuft am Dienstag, 12. Februar, um 18 und 20:30 Uhr in der Schauburg sowie am Mittwoch, 13. Februar, um 19:30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf der fiktionale Dokumentarfilm „Fraktus“.
Tom Tykwer (DAS PARFUM) sowie Andy und Lana Wachowski (MATRIX-Trilogie) haben sich zusammengeschlossen, um die bis dato kostspieligste deutsche Spielfilmproduktion „Cloud Atlas“ zu realisieren, ein prominent besetztes, visuell opulentes und komplexes Leinwandepos, das nach David Mitchells Roman „Der Wolkenatlas“ in parallel verlaufenden Handlungssträngen existenzielle Fragen thematisiert.
1849: Ein amerikanischer Anwalt (Jim Sturgess) auf hoher See, der die Schrecken des Sklavenhandels kennenlernt. 1936: Ein junger Komponist (Ben Whishaw), mit dessen Hilfe ein alterndes Genie (Jim Broadbent) ewigen Ruhm erlangen könnte. 1973: Eine aufstrebende Journalistin (Halle Berry), die eine Atom-Intrige enthüllt. 2012: Ein Verleger (Jim Broadbent), der in einem Seniorenheim erkennt, was Freiheit bedeutet. 2144: Eine geklonte Kellnerin (Doona Bae), die ihre Wirklichkeit verändert. 2346: Ein Sonderling (Tom Hanks), der sich in einer postapokalyptischen Welt gegen übernatürliche Kräfte stellt. All diese Personen ahnen nicht, dass ihre Schicksale miteinander verbunden sind.
Lars Jessens (HOCHZEITSPOLKA; DORFPUNKS) köstlicher Leinwandspaß „Fraktus“ um die Geschichte und Wiederentdeckung einer vermeintlich legendären Elektropop-Gruppe, die niemals existiert hat, erfreut als eine schräge, urkomische Mockumentary (ein fiktionaler, parodistischer Dokumentarfilm), in der genüsslich ironische Seitenhiebe auf die Musikindustrie ausgeteilt werden. Besonders gelungen sind die „Fraktus“-Videoclips und die „historischen“ Aufnahmen aus den 1980er-Jahren. — Der geschäftstüchtige Musikmanager und -produzent Roger Dettner (Devid Striesow) will das legendäre Elektropop-Trio „Fraktus“ zu einem Comeback überreden. Vor über 25 Jahren hatten sich die Musiker im Streit getrennt. Ihr Einfluss auf andere Formationen war dennoch enorm. Kennern der Branche sind sie als „Urväter des Techno“ bis heute ein Begriff. Unter dem Vorwand, eine Dokumentation über die Band drehen zu wollen, spürt Dettner die drei „Fraktus“-Mitglieder (Heinz Strunk, Rocko Schamoni und Jacques Palminger von „Studio Braun“) auf. Allerdings muss er feststellen, dass sie nur noch wenig gemeinsam haben. Trotzdem gelingt es ihm, die drei völlig verschiedenen Charaktere wieder zusammen ins Studio zu holen. Und schon bald steht „Fraktus“ erneut auf der Bühne.