12. Februar 2013, 10:14 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Verfilmte Weltliteratur zeigt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen mit „Anna Karenina“ am Sonntag, 17. Februar, um 12:45 Uhr sowie am Montag, 18. Februar, um 18 und 20:30 Uhr im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6, 45897 GE-Buer). „Deutsche Geschichte(n)“ gibt es mit „Der deutsche Freund“ am Dienstag, 19. Februar, um 18 und 20.30 Uhr in der Schauburg sowie am Mittwoch, 20. Februar, um 19:30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190, 45886 GE-Ückendorf).
Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
Joe Wrigths (STOLZ & VORURTEIL; ABBITTE) sehenswerte Neuinterpretation des Romanklassikers „Anna Karenina“ von Leo Tolstoi lässt das dramatische Geschehen überwiegend auf der Bühne spielen. Dort bewegt sich ein vorzügliches Ensemble durch prächtige Kulissen, wobei der Inszenierungsstil stets dezidiert filmisch bleibt. Ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“; nominiert für vier „Oscars“ 2013 („Beste Kamera“, „Bestes Szenenbild“, „Bestes Kostümdesign“ und „Beste Filmmusik“). — Russland 1874. Anna Karenina (Keira Knightley) ist die schöne und lebenslustige Frau eines unterkühlten hochrangigen Regierungsbeamten (Jude Law), mit dem sie einen Sohn hat. Um die Ehe ihres Bruders zu retten, reist sie von St. Petersburg nach Moskau, wo sie den attraktiven Offizier Wronskij (Aaron Taylor-Johnson) kennenlernt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine leidenschaftliche Affäre, die Anna Karenina bald nicht mehr geheim halten kann. Schließlich verlässt sie ihre Familie für den Geliebten – eine Entscheidung, die weitreichende Konsequenzen heraufbeschwören soll.
Vor dem Hintergrund politischer und gesellschaftlicher Veränderungen entwickelt die renommierte Regisseurin Jeanine Meerapfel (DIE FREUNDIN), die selbst in Argentinien als Tochter deutsch-jüdischer Emigranten aufgewachsen ist, ein mehrere Jahrzehnte umspannendes, vielschichtiges und berührendes Drama über eine große Liebe und zwei Menschen auf der Suche nach der eigenen Identität. Ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“. — Die 13-jährige Sulamit (Celeste Cid), Tochter eines 1936 aus Deutschland geflohenen jüdischen Ehepaars, lernt im Buenos Aires der 1950er-Jahre den gleichaltrigen deutschen Nachbarsjungen Friedrich (Max Riemelt) kennen. Die beiden Heranwachsenden verbindet eine außergewöhnliche Nähe, und so wird aus Freundschaft Liebe, ehe Friedrich entdecken muss, dass sein Vater SS-Sturmbannführer war. Friedrich, jetzt ein junger Mann, kehrt Argentinien den Rücken, um in Deutschland die Vergangenheit des Vaters zu ergründen. Er schließt sich der studentischen Protestbewegung und später dem Guerillakampf gegen das argentinische Militärregime an. Sulamit, die ihm nach Deutschland gefolgt ist, hat inzwischen einen neuen Partner gefunden. Dennoch kann sie Friedrich nicht vergessen.