22. Februar 2013, 11:36 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Die Vergewaltigung von Frauen und Mädchen in den Krisengebieten dieser Welt ist leider alltäglich. Der Brutalität scheinen keine Grenzen mehr gesetzt und das Leid der Opfer ist unermesslich groß. Die Demokratische Republik Kongo ist eines der Länder, in denen die Vergewaltigung als systematisch benutzte Kriegswaffe das Leben von Tausenden von Frauen bedrohte und noch täglich bedroht.
Den Initiatorinnen der Aktion Weitblick, der Gleichstellungsstelle und des Kulturraumes „die flora“ ist es gelungen, zu diesem Thema eine Ausstellung der Menschenrechtsorganisation medica mondiale e. V. nach Gelsenkirchen zu holen. Die vom 4. März bis zum 22. März 2013 im Kulturraum „die flora“ präsentierte Ausstellung der Fotojournalistin Cornelia Suhan nähert sich mit den Mitteln der Fotographie dem Leben von Frauen, die sexualisierte Gewalt erfahren mussten und die trotz ihrer äußeren und inneren Wunden und Traumatisierungen einen Weg ins Leben zurück finden müssen.
Die Eröffnung, zu der herzlich eingeladen wird, findet statt am:
Sonntag, 3. März 2013, 17 Uhr, Kulturraum
„die flora“, Florastraße 26,
45879 Gelsenkirchen.
Zur Ausstellungseröffnung wird Annika Kunze, Fachreferentin für die DR Kongo bei medica mondiale e.V., den einführenden Vortrag halten. Sie wird über die fehlende medizinisch-psychologische und materielle Unterstützung sowie über die Stigmatisierung der vergewaltigten Frauen und die eingetretenen und drohenden Schwangerschaften und HIV-Infektionen berichten sowie die Arbeit von medica mondiale im Kampf gegen die sexualisierte Kriegsgewalt im Kongo beschreiben. Darüber hinaus wird Annika Kunze einen geschichtlichen Rückblick und einen aktuellen weltweiten Überblick auf das Thema „Sexualisierte Gewalt“ geben, die Folgen sexualisierter Gewalt darstellen und Hintergrundinformationen zur Gründungsgeschichte und zum Engagement von medica mondiale geben.
In Gelsenkirchen ist sexualisierte Gewalt vor Ort und weltweit seit Jahren Thema der lokalen Akteurinnen. Es ist ein Teil der Gelsenkirchener Geschichte, Unterstützung zu organisieren und Öffentlichkeit herzustellen. Zahlreiche Frauen und Männer setzen sich daher auch aktiv für die Menschenrechtsorganisation medica mondiale e.V. ein. Medica mondiale mahnt entschlossenes Handeln und effektive Maßnahmen gegen sexualisierte Kriegsgewalt an und fordert Strafbarkeit auf nationaler und internationaler Ebene. Es gilt, das Elend der Frauen sichtbar zu machen, Veränderung anzumahnen und damit Einfluss zu nehmen auf die Gestaltung bilateraler Politik. Die Initiatorinnen der Gelsenkirchener Veranstaltung werben für diese Ziele von medica mondiale und hoffen auf eine breite Unterstützung.
Die Ausstellung ist montags bis freitags von 11 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Begleitend zur Ausstellung finden im Kulturraum „die flora“ zwei weitere Veranstaltungen statt: Am Mittwoch, dem 7. März, wird der Dokumentarfilm „Carte Blanche“ (Regie: Heidi Specogna, Schweiz 2011) gezeigt, der sich mit der strafrechtlichen Verfolgung von Vergewaltigung und Gewalt in der Zentralafrikanischen Republik durch den Internationalen Strafgerichtshof befasst (Beginn: 19:30 Uhr, Eintritt: 3,50 €, erm. 3 €). Am 20. März wird ein Vortrag ausführlich über die politische Situation in der DR Kongo berichten (Beginn: 19:30 Uhr, Eintritt frei).
Veranstalterinnen sind der Kulturraum „die flora“ und die Gleichstellungsstelle der Stadt Gelsenkirchen in Kooperation mit der Aktion Weitblick. Informationen unter Tel.: (0209) 169-9105 und www.die-flora-gelsenkirchen.de
Redaktionelle Anmerkung: Der Ausstellungsflyer und eine Fotodatei (Klientin von PAIF © 2008 Cornelia Suhan_medica mondiale.jpg) liegen bei.