25. Februar 2013, 11:22 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Die KoKi-März-Hauptreihe „Handicaps“ stellt vier sehenswerte Filme vor, in denen Menschen mit physischen oder psychischen Beeinträchtigungen im Mittelpunkt stehen. Ohne Betroffenheitspathos spüren die Beiträge den Befindlichkeiten ihrer behutsam gezeichneten Charaktere nach und behandeln vielschichtig Themen wie Selbstfindung, Integration und Humanität. In dieser Reihe zeigt das KoKi am Dienstag/Mittwoch, 5./6. März, „Die Kunst, sich die Schuhe zu binden“. Es folgen „The Sessions – Wenn Worte berühren“ (10./11.), „Der Geschmack von Rost und Knochen“ (17./18./20.) sowie „Silver Linings“.
Außerdem stehen als „Neuer Dokumentarfilm“ am Sonntag/Montag/Mittwoch, 3./4./6. März, „More Than Honey“ auf dem Programm. Als „Literatur im Film“ läuft „Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger“ (10./11.), in der „Filmwunsch“-Reihe „Argo“ (19.), als „Neuer Deutscher Film“ anschließend „Jesus liebt mich“ (24./25.) sowie als Debütfilm „Quartett“ (31.3., 1./3.04.).
Die Vorstellungen im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) beginnen sonntags um 12:45 Uhr sowie montags und dienstags um 18 und 20:30 Uhr. Die Mittwochvorstellungen in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190) beginnen um 19:30 Uhr.
Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
„More Than Honey“ (3./4./6. März) ist den Bienen gewidmet: Bienen sind unverzichtbar für den globalen Naturkreislauf – und für die Agrarwirtschaft. Sie zählen zu den wichtigsten Blütenbestäubern überhaupt und tragen maßgeblich zum Erhalt der Wild- und Kulturpflanzen bei. Mehr als ein Drittel unserer Nahrung hängt von der Bestäubung durch diese Spezies ab. Umso erschreckender ist die Erkenntnis, dass weltweit ein bedrohliches Bienensterben eingesetzt hat, dessen Ursachen und Folgen Markus Imhoofs hochinteressante Dokumentation rund um den Erdball nachspürt. Darüber hinaus liefert der Film selten gesehene Einblicke in das komplexe System eines Bienenstocks und zeigt eine Arbeitsbiene bei Erkundungsflügen. Die unterschiedlichen Versatzstücke verbinden sich zu einem „ebenso faszinierenden wie erhellenden Film über die Lebenswelt der Bienen und ihre Bedeutung für den Menschen und die Natur, der nicht nur denkwürdige Antworten gibt, sondern auch aufregend schöne Kinobilder präsentiert.“ (DOKUKANAL) Ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“.
Geschickt verdichtet die Regisseurin Lena Koppel in „Die Kunst, sich die Schuhe zu binden“ die reale Erfolgsgeschichte des schwedischen Behindertentheaters „Glada Hudik“ zu einer sensiblen, optimistisch gestimmten Tragikomödie um Eigenverantwortung und Solidarität, die zwischen witzigen und ernsten Momenten immer den richtigen Ton trifft. Offizieller Beitrag zum Filmfestival „überall dabei“ (2012) der „Aktion Mensch“. — Gerade erst hat der sympathische, aber völlig unzuverlässige Alex seine Stelle als Theaterschauspieler verloren, da wird er auch noch von Freundin Lisa wegen mangelndem Verantwortungsbewusstsein vor die Tür gesetzt. Das Arbeitsamt unterbreitet ihm genau ein einziges Jobangebot: Betreuer in einem provinziell gelegenen Heim für geistig behinderte Menschen. Alex willigt ein und leistet sich vor Ort sofort wieder einige Fehltritte. Doch die Schützlinge mögen ihn, weil er den straff durchorganisierten Alltag endlich auflockert. Dann entdeckt Alex das musikalische Talent der Gruppe und will sie bei einer TV-Talentshow anmelden – eine kühne Idee, die bei den Behinderten auf Begeisterung und bei deren Eltern auf massiven Widerstand stößt.